Die Ausbildung zum SvE-Peer setzt ein Mindestalter von 25 Jahren und zwei Jahre Einsatzerfahrung im Rettungsdienst voraus. Neben der individuellen Betreuung ist auch die Verarbeitung von Großeinsätzen durch das SvE-Kriseninterventionsteam Schwerpunkt, da die Betreuung hier eine organisatorische Herausforderung darstellen kann. Die gemeinsame Tätigkeit im Rettungsdienst stellt ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Peer und Mitarbeiter:in her, das bei externen Fachkräften unter Umständen nicht sofort vorhanden wäre. Das SvE-KIT kümmert sich deswegen auch nicht nur um Rotkreuz-Mitarbeiter:innen, sondern auch um Mitglieder anderer Blaulichtorganisationen wie Polizei, Feuerwehr oder Bergrettung. Darüber hinaus arbeiten sie eng mit psychologischem und psychosozialem Fachpersonal zusammen. Von diesen werden sie nicht nur selbst beraten und betreut, sondern sie können Kolleg:innen mit Symptomen einer posttraumatischen Stressreaktion mit diesen in Verbindung setzen und so den Genesungsprozess starten.
In einer Zeit, in der Solidarität und Mitgefühl besonders hochgeschätzt werden, sollten wir nicht nur an diejenigen denken, die Hilfe benötigen, sondern auch an die Helfer selbst. Das Rote Kreuz leistet nicht nur Erste Hilfe für körperliche Verletzungen, sondern auch für die seelische Gesundheit seiner Mitarbeiter:innen – und das nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über.
Du bist im Rettungsdienst aktiv und interessierst dich für die Arbeit als SvE-Peer? Deine Ansprechpersonen sind Gundi Jud, Leitung PSB Graz-Stadt und Graz-Umgebung, oder Peter Hoppenberger, Bezirksrettungskommandant Graz-Stadt.