In Bad Vöslau wurde 23. Henry-Laden des Roten Kreuzes seiner Bestimmung übergeben. Sachspenden und Hilfe erwünscht.
„Jedem tut es leid, wenn er etwas wegschmeißen muss, was eigentlich noch gut ist. Bevor man es in den Keller räumt, ist es besser, diese Dinge sinnvoll zu nutzen. Viele andere freuen sich darüber“, weiß Bürgermeister Christoph Prinz, Liste Flammer. Das Prinzip kennt man seit den 60er, 70er und 80er Jahren: Was damals die Tauschzentralen waren, das sind heute die Henry-Läden. Der 23. wurde in der Wiener Neustädterstraße 18 seiner Bestimmung übergeben. Gut erhaltene Kleidung, Geschirr, Taschen, Spielzeug und Bücher können hier abgegeben werden. Sie werden von den freiwilligen Helfern, sortiert, bepreist und verkauft. Der Erlös kommt sozialen Projekten zugute. Vor allem Menschen, die in Not geraten sind und jeden Euro zweimal umdrehen müssen, sollen hier ohne Stigmatisierung einkaufen können. Wie wichtig die Solidarität nicht nur in Corona-Zeiten ist, zeigt die Tatsache, dass in Niederösterreich 220.000 Menschen unter der Armutsgrenze leben.
„Toll wenn man solche Partner hat“, erkklärt Prinz bei der Eröffnung, die aufgrund der aktuellen Covid19-Situation ohne große Feier stattfand. Dass trotzdem alles (fast) normal stattfand, ist auch der Vermieterin Helga Großmann zu verdanken. Sie ermöglichte es, den Laden einzurichten. Erst ab der Eröffnung ist die Miete fällig. Freiwillige Helfer und Sachspenden sind willkommen – einfach vorbeibringen.