Ein weiteres Jahr ist fast vorüber, in dem die Mitarbeiter:innen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes Purkersdorf-Gablitz voller Engagement in unzähligen Stunden für die Bevölkerung im Einsatz waren!
Ein Jahr im Rettungs- und Krankentransportdienst
Herausfordernd war besonders die Hochwasser-Katastrophe im September. Als die Wassermassen Purkersdorf und die umliegenden Gemeinden erreichten, befanden sich noch etwa 25 Sanitäter:innen aus Purkersdorf am jährlichen Fortbildungswochenende in Annaberg. In den frühen Morgenstunden am Sonntag trafen sie die Entscheidung im Konvoi umgehend nach Purkersdorf zurückzukehren, um im Katastropheneinsatz zu unterstützen. Rund drei Wochen standen die Sanitäter:innen bei Evakuierungen und den Aufräumarbeiten mit dem Team Österreich im Einsatz. Dies alles erfolgte zusätzlich zum regulären Rettungsdienst, denn oberste Priorität hatte die Versorgung der hiesigen Bevölkerung. Durch die Spontanität der gesamten Rettungsdienstmannschaft standen Sanitäter:innen für den kurzfristigen Dienstantritt zur Verfügung und übernahmen auch ohne zu zögern für ihre Kolleg:innen den Dienst, wenn diese selbst betroffen waren. Somit konnten wir eine durchgehende und weiterhin qualifizierte medizinische Versorgung der Bevölkerung garantieren. Doch auch abseits der Hochwasser-Katastrophe leisteten die Sanitäter:innen wieder Großartiges: Im Schnitt 8 mal pro Tag rückten unsere Rettungswägen vergangenes Jahr zu Einsätzen aus und etwa 3 mal pro Tag stand das Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz. Dieses wird traditionell gemeinsam mit dem Arbeitersamariterbund Purkersdorf im Wochenwechsel besetzt – eine Zusammenarbeit, die ebenso erfolgreich, wie mit unseren Partner:innen der gesamten Blaulichtfamilie ist. Darüber hinaus absolvierten in den Gemeinden Wolfsgraben, Tullnerbach, Pressbaum und Mauerbach 21 Sanitäter:innen und 2 Notärzt:innen über 230 First Responder-Einsätze. Das System der First Responder überbrückt die Wartezeit bis zum Eintreffen der alarmierten Rettungs- und Notarztmittel und konnte dieses Jahr wieder erfolgreich Leben retten.
Gutes Tun bei den Gesundheits- und sozialen Diensten
Ein großartiges Highlight in diesem Jahr war sicher die österreichweite Sammlung für die „Jugendtafel“ in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz. Im Kampf gegen Kinderarmut unterstützte das Jugendrotkreuz im Herbst die Team Österreich-Tafel, wo Lebensmittel gesammelt und gemeinsam bei einer nur für Kinder und Jugendliche organisierten Tafel 49 Kisten ausgegeben worden sind. Herausfordernd waren hochwasserbedingt die „Österreich-hilft-Österreich“-Anträge. Im Zeitraum von September bis November konnten ca. 100 Anträge abgearbeitet und damit Betroffenen der Hochwasser-Katastrophe finanziell geholfen werden. Erfolgreich expandierte neuerlich das Projekt der Lesepatenschaft an den Volksschulen, bei dem Rotkreuz-Mitarbeiter:innen spielerisch und mit viel Freude den Fortschritt von Kindern beim Lesen fördern. Alexandra Stangl, Fachbereichsleiterin der Gesundheits- und Sozialen Dienste, betont: „15 aktive Dienstleistungen zum Thema Gesundheit und Soziales werden von 120 ehrenamtlichen und 5 hauptberuflichen Mitarbeiter:innen tagtäglich organisiert. Diese Leistung ist überragend und wir freuen uns über jede helfende Hand, um diese logistische Herausforderung auch in den nächsten Jahren für die Menschen leisten zu können.“
Neuigkeiten aus dem Team der Ausbildung
Im vergangenen Jahr gab es einen Boom in der Aus- und Fortbildung. 27 neue Rettungs- und 8 neue Notfallsanitäter:innen absolvierten erfolgreich ihre Abschlussprüfungen. Gegenüber dem Vorjahr verdreifachten sich die absolvierten Fortbildungsstunden der Sanitäterinnen und Sanitäter. Dabei wurde viel Wert auf Szenario-Trainings gelegt, in denen realistische Einsatzsituationen trainiert werden. Dafür wurde in neueste Simulationsgeräte und -puppen investiert und die Lehrsäle mit Klimageräten modernisiert, denn Qualität in der Ausbildung bedeutet Qualität in der Patientenversorgung. "Hinter jedem Erfolg unserer Sanitäter:innen steht ein starkes Team, das Innovation und Qualität in jede Aus- und Fortbildungsstunde steckt!", so Mark Köckeis, Fachbereichsleiter für Aus- und Weiterbildung.
Jugendpower
„Ich bin immer wieder beeindruckt, mit wie viel Herzblut und Engagement unsere Jugendlichen dabei sind. Aber vor allem auch die Arbeit unserer Betreuer:innen ist unverzichtbar – sie investieren viel Zeit und Energie, um die Gruppe zu begleiten und zusammenzuhalten. Der Zusammenhalt und die Motivation in unserem Team machen Mut für die Zukunft.“, sagt Martin Schmutzer, Jugendreferent der Bezirksstelle Purkersdorf-Gablitz, voller Stolz. Ein echtes Highlight dieses Jahr war das Projekt zum „Pride Month“, das vom Jugendrotkreuz organisiert worden ist. Als einzige Jugendrotkreuzgruppe in Österreich ermöglichte Purkersdorf den direkten Austausch mit der Community. Ein Drag- Artist besuchte die Jugendlichen in der Jugendstunde und erzählte von seinem Werdegang als Künstler und Mensch. Im Nachhinein zeigte sich, dass diese Aktion bei den Jugendlichen das Vertrauen in die Rotkreuz-Bewegung gestärkt hat. Gelebte Menschlichkeit bedeutet, dass Jede:r Willkommen ist.
Wir wünschen Ihnen ein gesundes, friedliches und erfolgreiches neues Jahr 2025!