Wir sind da Ö Österreich

Verantwortungsvoll Blutspenden von A bis Z

Für alle Menschen in Österreich gelten die selben gesetzlich geregelten Zulassungskriterien zum Blutspenden. Die Zulassung zur Spende ist immer eine individuelle Einzelprüfung, letztlich entscheidet eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter aufgrund gesetzlicher Vorgaben über die Eignung. Die Sicherheit von Spender:in und Empfänger:in hat dabei höchste Priorität.

Nahaufnahme einer Blutspende: aus der Vene wird Blut entnommen
Die Blutabnahme selbst dauert nur rund sieben Minuten.

Hier finden Sie die wichtigsten Gründe, warum man pausieren muss oder dauerhaft nicht Blutspenden darf:

Wenn nicht von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt: vier Monate aussetzen

  • Allergie mit Einnahme von Medikamenten (Antihistaminika): bei Beschwerdefreiheit ist eine Blutspende möglich
  • Akute Allergie mit Beschwerden: nach Abklingen der Symptome: drei Tage bzw. 72 Stunden
  • Desensibilisierung: nach Injektion oder oraler Einnahme: drei Tage bzw. 72 Stunden

Das Mindestalter beträgt 18 Jahre, das Höchstalter 70 Jahre. Erstspender:innen (Personen, die noch nie zuvor Blut oder Blutbestandteile gespendet haben) dürfen zum Zeitpunkt ihrer ersten Spende das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Vier Wochen nach Ende der Einnahme (auch bei Aknebehandlung)

  • Bei Einnahme von Asthmasprays (Dauertherapie) ist bei Beschwerdefreiheit und guter Lungenfunktion (>80%) eine Blutspende möglich.
  • Bei Einnahme von Bedarfsmedikation (Reliever): 72 Stunden nach Einnahme und Beschwerdefreiheit
  • Bei starker Einschränkung der Lungenfunktion ist keine Blutspende möglich.

 

Länder mit Spenderrückstellung

Malaria: zeitlich begrenzter Ausschluss mit oder ohne Malariaprophylaxe für sechs Monate nach der Rückkehr 

Von 01.06. bis 30.11.: Nach Aufenthalt in einem permanenten oder saisonalen West-Nil-Virus-Endemiegebiet: keine Rückstellfrist (außerhalb dieses Zeitraums: 28 Tage)

  • Infektion mit mildem oder asymptomatischem Verlauf: eine Woche
  • Infektion mit schwerem Verlauf (z. B. hohes Fieber oder Durchfall): 4 Wochen
  • Insulintherapie: keine Spende möglich
  • Orale Medikamenteneinnahme, wenn keine Diabetes Folgeerkrankungen vorliegen: Spende möglich (Ausnahme: Einnahme von Gliniden und Sulfonylharnstoffen)
  • Ausschließlich Diät: Spende möglich
  • Nicht infektiös: zwei Wochen.
  • Infektiös (Fieber, > als zwei flüssige Stuhlgänge): vier Wochen

Bei einer laufenden Eisentherapie ist keine Spende möglich. Vier Wochen nach der letzten Einnahme des Eisenmedikaments ist eine Blutspende wieder möglich.

Nach dem Ereignis vier Monate

Permanenter Ausschluss

Nach Abheilung zehn Tage aussetzen (keine Kruste, keine Bläschen)

Bei unkomplizierten Frakturen Ausschluss, solange ein Gips getragen wird und eine Woche nach der Abnahme. 

Blutspender:innen müssen mindestens 50 kg Körpergewicht haben.

Personen, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als sechs Monate in Großbritannien aufgehalten haben bzw. dort nach 1980 Blutkonserven oder Gerinnungsfaktoren erhalten haben, unterliegen einem permanenten Ausschluss.

Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der den Sauerstoff transportiert. Ist der Hämoglobinwert zu niedrig – ist eine Blutspende temporär nicht möglich. Durch gesunde und eisenreiche Ernährung lässt sich der Hämoglobinwert steigern und danach ist wieder eine Blutspende möglich.

Personen, die Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-positiv sind oder waren bzw. Personen mit chronischer und infektiöser Hepatitis unklarer Genese unterliegen einem permanenten Ausschluss.

Beispielsweise koronare Herzkrankheit, nach Infarkt: Ausschluss

Permanenter Ausschluss

  • gut eingestellt, trotz Medikamenteneinnahme: spendetauglich
  • bei Umstellung auf ein neues Blutdruckmedikaments: vier Wochen zuwarten
  • trotz Therapie oder unbehandelt bei Werten > 180/100: Ausschluss

Siehe hier Wartezeiten nach Impfungen

Bei unkomplizierten Frakturen Ausschluss, solange ein Gips getragen wird und eine Woche nach der Abnahme

Zustand nach bösartiger, oberflächlicher Haut- oder Schleimhautveränderung (z.B. Basaliom oder Carcinoma in situ: Gebärmutterhals/PAP IV) und erfolgreicher Behandlung: spendetauglich (bitte Befund mitbringen!).

Krebsleiden (maligne Erkrankungen): permanenter Ausschluss

Personen, die an Malaria erkrankt waren oder sind oder in einem Malariagebiet geboren oder aufgewachsen sind bzw. sich länger als sechs Monate kontinuierlich aufgehalten haben, unterliegen einem permanenten Ausschluss.

Ausschlaggebend für den Ausschluss ist sowohl das Medikament als auch der Grund der Medikamenteneinnahme. Er kann einen permanenten oder zeitlich begrenzten Ausschluss bedeuten. Hier finden Sie eine Übersicht.

  • Permanenter Ausschluss nur bei schwerer Form
  • Zum Zeitpunkt der Spende sollte die Ellbeuge nicht betroffen sein und keine Einnahme von Medikamenten nötig sein.
  • Große Operationen: vier Monate aussetzen. ABER: Bei Komplikationen, langer Heilungsdauer, multiplen Knochenbrüchen, großflächigen Verbrennungen großem Blutverlust bzw. erhaltenen Bluttransfusionen beträgt die Wartefrist vier Monate bzw. entscheidet das medizinische Personal.
  • Kleine Operationen (kein Blutverlust, Spitalsaufenthalt weniger als eine Woche, keine Sepsis, komplikationslos) bzw. zahnärztliche Eingriffe: vier Wochen aussetzen
  • Kleine Operation im Hautbereich, Nähte bereits entfernt: mindestens eine Woche aussetzen
  • Sofern eine Gewebeprobe entnommen ist, muss der Befund vorliegen.

Wenn außerhalb medizinischer Einrichtungen erfolgt: vier Monate aussetzen

  • Personen, die mehr als drei Sexualpartner:innen in den vergangenen drei Monaten hatten, sind für drei Monate ab dem letzten Sexualkontakt von der Blutspende rückgestellt.
  • Für Personen, die in den vergangenen vier Wochen ungeschützten (auch einmaligen) Sexualkontakt mit einem/einer neuen Sexualpartner:in hatten, besteht eine Wartefrist von vier Wochen ab dem letzten Sexualkontakt.

Jede:r Spender:in muss im Zuge des ärztlichen Anamnesegespräches ihren bzw. seinen Gesundheitszustand auf Deutsch beschreiben können und Fragen beantworten können.

In order to be able to give blood in Austria prospective donors need to be able to speak German fluently enough in order to be able to fill out the donor questionnaire and have a confidential talk with the doctor in German.

Ausschluss während der Stillperiode

Während der Schwangerschaft und sechs Monate nach Ende der Schwangerschaft aussetzen

Intravenös oder mehrmals geschnupft: Permanenter Ausschluss

Wenn außerhalb medizinischer Einrichtungen erfolgt: vier Monate aussetzen

  • Leichter, banaler Infekt (Temperatur < 38 °C, keine starke Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes): 7 Tage (bei Medikamenteneinnahme siehe Punkt Medikamente)
  • Hoch fieberhafter Infekt (Temperatur > 38 °C, stark beeinträchtigter Allgemeinzustand): vier Wochen nach Beschwerdefreiheit bzw. nach letzter Antibiotikaeinnahme
  • Kleine zahnmedizinische Eingriffe (z. B. Mundhygiene, Füllung): 48 Stunden
  • Zahnextraktion: mind. eine Woche und nach Abheilung
  • Wurzelbehandlung, Implantate oder Antibiotikaeinnahme: vier Wochen
  • nach Zeckenbiss: acht Wochen aussetzen
  • nach Borreliose: zwei Jahre aussetzen

Information: Medizinischer Gesundheitsfragebogen

Hier finden Sie den Fragebogen zur Information und Voransicht. Bitte beachten Sie, dass der Fragebogen aus medizinischen und technischen Gründen unmittelbar vor der Blutspende ausgefüllt werden muss. Sie erhalten diesen bei den Blutspendeaktionen vor Ort bzw. in den Blutspendezentralen.

wir sind da
Ein Mitarbeiter des Service-Centers der Blutspendezentrale sitzt mit Headset vor zwei Monitoren und lächelt

Service-Center

Blutspendedienst

Österreichisches Rotes Kreuz

Oberlaaer Straße 306
1230 Wien

Montag bis Donnerstag: 08:00-18:00 Uhr

Freitag 08:00-14:00 Uhr

0800 190 190
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