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Historischer Abriss der Geschichte des Roten Kreuz Salzburg

Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts richtete die Salzburger Feuerwehr eine Sanitätsabteilung ein. Der Wirkungskreis konzentrierte sich lediglich auf Sanitäts-Hilfsdienst innerhalb der Feuerwehr.

Der Besitzer der Engel-Apotheke, Herr Mag. Karl Hinterhuber, war als Zugsführer der Freiwilligen Feuerwehr gleichzeitig auch Chef der Sanitätsabteilung. Sehr bald war die Notwendigkeit eines organisierten Rettungsdienstes erkennbar.

Der erste Markstein der Geschichte des Salzburger Rettungswesens war der 5. März 1906, wo der erste Rettungswagen (für Pferdegespann) in Dienst gestellt wurde. Damit begann die Epoche eines menschenwürdigen Krankentransportes. Die erste Einsatzfahrt wurde allerdings erst am 11. August 1906 durchgeführt.

06. 01. 1909: Gründung der Rotkreuz-Rettungsabteilung der Stadt Salzburg. Nach dem Vorbild der damals bereits existierenden Innsbrucker Rettungs- abteilung wurde die Freiwillige Rettungskolonne Salzburg Stadt des Roten Kreuzes gegründet, nachdem der damalige Bürgermeister der Stadt Salzburg, Berger, die Notwendigkeit einer eigenen Rettungsabteilung erkannt hatte. Er übernahm auch das Protektorat. Ein Komitee unter seiner Führung schuf die notwendigen Satzungen, die am 06. 01. 1909 auf der Generalversammlung genehmigt wurden.

1913: Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde nach „mühseligen wirtschaftlichen und technischen Beratungen“ das erste Automobil in Dienst gestellt. Damit war zwar ein bedeutsamer Schritt vorwärts gewagt worden, schrieb ein Chronist, gleichzeitig war aber eine zusätzliche Sorge mit eingezogen, denn die Rentabilität des Autobetriebes konnte mit der eines pferdebespannten Betriebes nicht annähernd Schritt halten.

06. 02. 1927: Es erfolgte die organisatorische Trennung von der Freiwilligen Feuerwehr. Es wurde die Feststellung angefügt, dass die Feuerwehr nach wie vor mit der sanitätsdienstlichen Hilfe der „Salzburger Freiwilligen Rettungsgesellschaft des Roten Kreuzes“ rechnen konnte. Der damalige Präsident Dr. Varnschein und seine engsten Mitarbeiter setzten sich das große Ziel eines Neubaues des Rettungsheimes. Die Grundstein- legung erfolgte noch 1927, es wurde 1928 eröffnet. Während des Zweiten Weltkrieges war das Rote Kreuz nicht nur aufgrund der vielen Bombenangriffe, sondern auch durch die Betreuung der heimkehrenden verletzten Soldaten besonders gefordert.

1984: Das Rote Kreuz begeht feierlich sein 75-jähriges Bestandsjubiläum. Im März legt Hofrat Prim. Dr. Hohenwallner nach über 40 Jahren Tätigkeit im Salzburger Roten Kreuz seine Funktion als Präsident zurück. Der Salzburger Rechtsanwalt Dr. Karl Margreiter wird einstimmig zum Präsidenten des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Salzburg, gewählt.

1996: Übersiedlung der Rotkreuz-Landesstelle in das neu erbaute Dienstgebäude an der Sterneckstraße.

2009: Das Rote Kreuz feiert 100 Jahre Dienst am Nächsten.

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