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45 Jahre Geschichte zum Anfassen: Das Rotkreuz-Museum feiert Geburtstag

1979 wurde das Salzburger Rotkreuz-Museum eröffnet. Ein engagiertes Team aus 20 Freiwilligen unter der Leitung von Peter Schober kümmert sich seither mit viel Engagement und Enthusiasmus um die Exponate des Museums wie auch um den historischen Fuhrpark. Dieser umfasst derzeit 18 motorisierte Fahrzeuge, aber auch diverse Fahrräder und zwei Räderbahren.

 

Es hatte bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Rettungs-Museum in Salzburg gegeben, das aber im Zuge des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Vor 45 Jahren stieß schließlich der damalige Rotkreuz-Lehrling Peter Schober auf die Überreste und begann, die Sammlung neu aufzubauen. „Ich war von Beginn an fasziniert von den Exponaten und schon bald bekam ich die Erlaubnis, das Museum neu aufzubauen. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte“, erzählt Schober.

 

Beeindruckende Sammlung

Seither trug das Museums-Team in vielen Stunden liebevoller Arbeit eine beeindruckende Sammlung zusammen. Alte Dokumente über den Beginn des Rettungswesens sind darin ebenso zu finden wie alte Uniformen, Erste-Hilfe-Ausrüstungen, Räderbahren, Orden und andere Auszeichnungen sowie Dioramen von historisch bedeutenden Ereignissen.

Ein besonderes Sammlungsstück ist der Stromunfallkoffer aus dem frühen 20. Jahrhundert. Dieses diente der Rettung von Menschen nach Stromunfällen. Der Koffer enthielt alles, was damals als wichtig für die Erste Hilfe bei solchen Unfällen erachtet wurde: von Teerschuhen und Gummihandschuhen über eine stromabweisenden Kette und einen Blitzschutz für die Augen bis hin zu einem Bergestab.

Dieser Teil der Sammlung befindet sich heute in den Räumlichkeiten des Salzburger Landesverbandes des Roten Kreuzes in der Sterneckstraße 32. Führungen sind täglich zwischen 8:00 und 16:00 Uhr möglich, das Team bittet jedoch um Anmeldungen unter 0662 / 8144 11 330.

 

Umfangreiche Fahrzeugsammlung
Ein weiteres Highlight ist die Fahrzeugsammlung mit derzeit 18 historischen Fahrzeugen. Das älteste Fahrzeug ist ein mittlerweile 81 Jahre alter Dodge WC 54, der sich dank der liebevollen Pflege und Instandhaltung durch die Museumsmitarbeiter:innen in einem ausgezeichneten und fahrbaren Zustand befindet.

Im Mittelpunkt dieser Sammlung stehen natürlich historische Rettungsfahrzeuge. So findet sich darunter z.B. ein VW-Bus T1 aus den frühen 1960er Jahren. Dieser diente als erster Krankenwagen der Firma Volkswagen und ist nach der Restaurierung fahrbereit. Sämtliche Fahrzeuge sind liebevoll gewartet und werden regelmäßig bei Veranstaltungen präsentiert.

 

Kinderambulanz

Ein neues Projekt, das sich innerhalb von nur zwei Jahren zu einem echten Schlager des Museums entwickelt hat ist die Kinder-Ambulanz. In liebevoller Handarbeit adaptierten die Mitarbeiter:innen der Museumsabteilung ein altes, nicht mehr einsatzfähiges Rettungsfahrzeug. Bunte Farben, Plüschtiere, ein Spielteppich und vieles mehr gehören zur Grundausstattung. „Wir haben aber auch eine Erste-Hilfe-Ausrüstung mit an Bord: Verbandskasten, Trage, Sauerstoff, einen Defibrillator. Im Fall des Falles können wir ebenso helfen wie mit einem ‚normalen‘ Rettungswagen“, betont Peter Schober. Seither kommt es bei vielen Veranstaltungen im gesamten Bundesland zum Einsatz und sorgt bei Begeisterung bei Groß und Klein.

Im Mittelpunkt steht dabei immer eine kindgerechte Mischung aus Information und vor allem viel Spaß. Besonders beliebt ist natürlich der Rettungswagen selber, den die Mitarbeiter:innen des Rotkreuz-Museums in allen Details erklären. Auch am Programm: Grundlagen der Ersten Hilfe, speziell für Kinder. So sollen diese spielerisch erleben, wie einfach es sein kann, anderen Menschen zu helfen.

 

Mehr als nur Bewahrung

Die Bewahrung historischer Gegenstände und Dokumente ist eine Kernaufgabe des Rotkreuz-Museums. Doch die Aktivitäten der 20 Ehrenamtlichen gehen weit darüber hinaus. Die Freiwilligen besuchen mit den historischen Fahrzeugen regelmäßig Veranstaltungen oder schenken Kindern ein paar schöne, vergnügte Stunden mit der Kinderambulanz.

Mit Ende August blickt das Team des Rotkreuz-Museums auf nicht weniger als 47 Einsätze und über 1.200 freiwillige Stunden zurück, für die fast 2.000 Kilometer im Bundesland Salzburg zurückgelegt wurden. Die Instandhaltung und Pflege der Exponate und Fahrzeuge ist darin nicht enthalten, aber wie Peter Schober sagt: „Wir machen diese Arbeit gerne und freuen uns, die Geschichte des Roten Kreuzes Salzburg lebendig zu halten.“

 

Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg (1-6), Rotes Kreuz Salzburg / Stoltenberg (7)

Foto 1: Das von Peter Schober geleitete Rotkreuz-Museum im Landesverband Salzburg mit seiner beeindruckenden historischen Sammlung.

Foto 2: Peter Schober mit einem Stromunfallkoffer aus dem früher 20. Jahrhundert, einem der besonderen Exponate des Museums.

Foto 3: Das Team des Rotkreuz-Museums mit dem Fuhrpark historischer Fahrzeuge.

Foto 4: Museumsmitarbeiter:innen Helmut, Heidi, Ernestine und Karl mit einem Volkswagen-T1-Rettungswagen, Baujahr 1965.

Foto 5: Peter Schober mit seinem Lieblingsfahrzeug, einem Mercedes 123 aus den früher 1980er-Jahren, mit dem er selber Rettungsdienste machte.

Foto 6: Karl und sein Sohn Bastian mit dem 81 Jahre alten Dodge WC 54.

Foto 7: Rotkreuz-Helferin Marina mit der Kids-Ambulanz des Rotkreuz-Museums, die sich in nur zwei Jahren zu einem echten Schlager entwickelt hat.

 

Salzburg, am 13. September 2024

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Roberta Thanner

Roberta Thanner, MSc.

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