Seit nunmehr einem Jahr steht das Rote Kreuz Salzburg im Einsatz – dem bisher längsten in der Geschichte der Rettungsorganisation. In Zahlen ausgedrückt: 625.000 Corona-Testabstriche, fast 7500 Infektionstransporte und 270.000 Anrufe bei der Gesundheitshotline 1450 wurden seither abgewickelt. Ab sofort steht das Rote Kreuz für 40.000 Impfungen pro Woche parat.
SALZBURG. Mit den Bildern aus China und Italien wurde das Rote Kreuz Salzburg im Jänner 2020 in Alarmbereitschaft versetzt. Am 29. Februar 2020 gab es den ersten bestätigten Corona-Fall in Salzburg. In den Wochen darauf überschlugen sich die Ereignisse. Während die Bevölkerung aufgrund der Lockdown-Maßnahmen das Haus nur in Ausnahmefällen verlassen durfte, standen die Helfer des Roten Kreuzes im Dauereinsatz.
In Rekordzeit organisierte das Rote Kreuz Salzburg nie da gewesene Strukturen und Einheiten. Bereits am 28. Februar 2020 starteten die ersten mobilen Testteams, knapp zwei Wochen später ging die erste Drive-in Teststation in Kleßheim in Betrieb. Seit Einsatzbeginn hat das Rote Kreuz rund 125.000 PCR-Tests und seit Anfang Dezember eine halbe Million Antigen-Schnelltests abgestrichen. Außerdem wurden 7454 Infektionstransporte von möglicherweise oder tatsächlich an Corona erkrankten Personen durchgeführt. Eine der größten Herausforderungen zu Beginn: die Ressourcenknappheit. Masken, Schutzkleidung sowie Testmaterial war äußerst knapp und spärlich vorhanden. Mittlerweile sind die Lager und Bestände voll aufgefüllt.
Die Pandemie betraf und betrifft alle Bereiche des Roten Kreuzes, vor allem die Pflege und Betreuung: In den zehn Seniorenwohnhäusern wurden strikte Hygienemaßnahmen eingeführt. Um die Versorgungssicherheit mit Blutkonserven zu gewährleisten musste sich der Blutspendedienst auf immer neue Verordnungen einstellen.
Im Jänner 2021 wurden rund 200 neue Mitarbeiter beim Roten Kreuz eingestellt: für das Callcenter 1450, die Teststraßen und auch die Impfstationen. Allein bei der Gesundheitshotline 1450 wurden seit Einsatzbeginn 270.000 Anrufe entgegengenommen. Zu Spitzenzeiten sind 91 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Telefonen im Einsatz.
Für den nächsten großen Abschnitt der Pandemiebekämpfung ist das Rote Kreuz gerüstet: Mit den zwölf Impfstraßen (davon allein vier im Messezentrum) können im Bundesland bis zu 40.000 Impfungen pro Woche durchgeführt werden, sobald genügend Impfdosen vorhanden sind. Der Einsatz des Roten Kreuzes wird jedenfalls noch bis Herbst dauern. Noch ist aber nicht abschätzbar, wann der Einsatz beendet werden kann.
Zahlen und Fakten: Ein Jahr Corona im Roten Kreuz Salzburg
- Seit Einsatzbeginn hat das Rote Kreuz an den Drive-In Teststationen und mit den mobilen Testteams 123.839 PCR-Tests abgenommen.
- Im Dezember starteten die Massentestungen. An aktuell 15 dauerhaften und 9 temporären Standorten hat das Rote Kreuz rund eine halbe Million Antigenschnelltests abgenommen.
- Das Rote Kreuz hat seit Beginn der Pandemie 7.454 Transporte von möglicherweise oder tatsächlich an Corona erkrankten Personen durchgeführt.
- 270.000 Anrufe wurden bei der Gesundheitsberatung 1450 entgegengenommen. Im Laufe des Corona-Jahres wurde personell stark ausgebaut, aktuell beantworten in Spitzenzeiten 91 Mitarbeiter_innen die vielen Fragen und nehmen Anrufe für Testanmeldungen und Impfvormerkungen entgegen.
- In jedem Bezirk stehen Impfstraßen bereit, so können landesweit bis zu 40.000 Impfungen pro Woche verabreicht werden.
Fotocredit: Rotes Kreuz Salzburg
Fotos:
- Bild 1: Infektionstransporte stehen an der Tagesordnung
- Bild 2: Zahlreiche Rotkreuz-Helfer bei den Massentestungen
- Bild 3: Impfstart der über 80-Jährigen
Salzburg, 28. Februar 2021