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Auf einmal ging alles ganz schnell: Elias kam im Rettungswagen zur Welt

Kurz vor 6 Uhr morgens ging es am 2. Jänner in der Stadt Salzburg los: die Wehen setzten bei Paula (29) ein. Während sie mit ihrem Partner Lukas (30) auf das Eintreffen seiner Mutter wartete, die auf Emilie (2), das erste Kind des Paares schauen sollte, wurden die Wehen immer stärker und die Abstände zwischen ihnen immer geringer. Nachdem sie die Rettung gerufen hatten, ging alles ganz schnell: Elias kam mit tatkräftiger Hilfe der Rotkreuz-Sanitäter:innen im Rettungswagen zur Welt.

Eigentlich war alles gut geplant: Die Wehen setzten bei Paula ein. Lukas rief seine Mutter an und bat sie, auf das erste Kind der Familie zu schauen, während die werdenden Eltern zur Entbindung ins Krankenhaus fuhren. Nach dem Eintreffen der Großmutter wollte sich das Paar mit dem privaten PKW auf den Weg ins Krankenhaus machen.

 

Anders als geplant

Die Wehen wurden aber rasch stärker und die Abstände wurden immer kürzer. Die Eltern gingen zum Auto und warteten vor dem Wohnhaus die Ankunft der Oma ab. Diese erkannte als Krankenschwester gleich, dass eine selbständige Fahrt ins Krankenhaus nicht mehr möglich sein würde. So half sie Paula, sich im PKW auf den Rücken zu legen und Lukas rief den Rettungsnotruf für einen Transport ins Krankenhaus.

Während die Familie wartete, wurden die Wehen immer stärker. Gleichzeitig mit der ersten Presswehe traf der Rettungswagen mit dem Team der Rotkreuz-Helfer:innen ein. Kaum hatten Notfallsanitäter Christoph und Rettungssanitäter Franz die werdende Mutter mit der Trage in den Rettungswagen gehoben, ging alles ganz schnell: „Zwei Minuten später war das Baby schon da“, erinnert sich Christoph.

 

Routinierte Geburtshilfe

Zurückblickend berichtet der frischgebackene Vater Lukas, dass für ihn alles „so schnell“ gegangen sei. Anfänglich hätte er sich ein wenig überfordert gefühlt, doch mit der Unterstützung seiner Mutter, vor allem aber auch dank des erfahrenen Rettungsteams hätten sich Paula und er, in ihren Worten, „sehr gut aufgehoben“ gefühlt. Für Christoph was es bereits die sechste Haus- bzw. Wagengeburt, für Franz die zweite. Mit dieser großen Erfahrung, aber auch dem fundierten sanitätsdienstlichen Wissen erfolgte die Geburt rasch und komplikationslos.

Christoph half bei der Geburt, während Franz und Praktikantin Lara ihn bei seiner Arbeit unterstützten. Nachdem Lukas seinen Sohn selbst abgenabelt hatte, konnten Paula und er schon bald ihren neugeborenen Sohn in den Arm nehmen. Mittlerweile war auch die Notärztin eingetroffen und untersuchte Mutter und Kind. Danach ging es mit dem Rettungswagen ins Landeskrankenhaus für die weitere Versorgung.

 

Komplikationslos und freudvoll

Für das Rettungsteam war es ein sehr routinierter Einsatz mit einem besonders schönen Ende. „Es war für mich emotional ein sehr schönes Erlebnis. Vor allem hat es mich gefreut, dass alles so komplikationslos abgelaufen ist“, resümiert Christoph. „Wir haben einfach unsere Arbeit gemacht“, erzählt Franz und ergänzt: „Es ist schön, am Beginn eines Lebens dabei sein zu dürfen und nicht darum kämpfen zu müssen, dass ein Leben nicht zu Ende geht.“ Auch für Praktikantin Lara, die beim Roten Kreuz ein Freiwilliges Sozialjahr absolviert, war es eine großartige Erfahrung in einem ihrer ersten Einsätze: „Die Stimmung im Auto war danach sehr schön.“

 

Foto (c) Rotes Kreuz Salzburg

Foto: Das Rettungsteam des Roten Kreuzes besuchte Elias und seine Familie. (v.l.n.r.): Lara, Emilie, Lukas, Paula, Elias, Franz, Christoph.

 

Salzburg, am 22. Jänner 2025

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Roberta Thanner

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