Am 29. Oktober 2024 fand in der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck in Kooperation mit der Bildungsdirektion Salzburg der Ausbildungsnachmittag für insgesamt 33 neue Lesepat:innen statt. Die ehrenamtlichen Teilnehmer:innen, die vor allem aus den Bezirken Pinzgau, Pongau und Lungau stammen, erhielten wertvolle Informationen zu den organisatorischen und schulrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Umsetzungsideen.
Das Projekt der Lesepat:innen wurde vor einigen Jahren in Salzburg gestartet und ist eine große Erfolgsgeschichte. Zuletzt waren rund 550 Lesepat:innen im gesamten Bundesland aktiv tätig, hauptsächlich an Volksschulen. Mit den neuen Ehrenamtlichen steigt diese Zahl für das neue Schuljahr auf über 600.
Förderung der Lesekompetenz
Die Förderung und Stärkung der Lesekompetenz von Kindern ist dem Jugendrotkreuz ein großes Anliegen. „Bildung steht für Chancengleichheit. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, die Grundfertigkeit Lesen zu beherrschen, das bedeutet gut und sinnerfassend Lesen zu können“, so Andrea Neuhofer, operative Leiterin des Salzburger Jugendrotkreuzes. „Gut lesen zu können, helfe den Schüler:innen nicht nur im Deutsch-Unterricht, sondern sei auch eine wichtige Grundlage für andere Schulfächer und den weiteren Bildungsweg.“
Einsatz in Abstimmung mit Lehrpersonen und Pädagog:innen
Die Lesepat:innen kommen in Bildungseinrichtungen im gesamten Bundesland Salzburg zum Einsatz. Meist werden sie an Volksschulen eingesetzt, aber es gibt auch Nachmittagseinrichtungen und Kindergärten, die dieses Angebot gerne nutzen. Durch das gemeinsame Lesen entsteht zwischen den Schüler:innen und den Lesepat:innen eine „Lesebeziehung“. So helfen die Ehrenamtlichen den Kindern nicht nur beim Üben und Vertiefen ihrer Lesekompetenz, sondern geben auch die eigene Freude am Lesen weiter.
Kooperation mit Bildungsdirektion Salzburg
Das Projekt findet in Kooperation mit der Bildungsdirektion Salzburg statt. Birgit Heinrich, Mitglied des Fachstabes der Bildungsdirektion Salzburg und Landesreferentin für Lese- und Medienerziehung im Jugendrotkreuz Salzburg, betreut und begleitet das Projekt mit großer Leidenschaft. und schätzt den Einsatz der ehrenamtlichen Lesepat:innen sehr: „Sie schenken den Kindern wertvolle Lesezeit. Das gemeinsame Lesen baut Beziehung zu Literatur und Menschen auf und unterstützt die Leseentwicklung und das Leseinteresse des Kindes ganz enorm“, so Heinrich.
Unverzichtbarer Bestandteil der Leseförderung
Das Projekt der Lesepat:innen wurde 2010 von Frau Heinrich initiiert, seit 2018 gibt es die Kooperation mit dem Jugendrotkreuz Salzburg. Seit Beginn sind die Lesepat:innen im ehrenamtlichen Einsatz an Salzburger Volksschulen und mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil der Leseförderung. Durch ihre 1:1-Betreuung können sie Kinder im Erstleseunterricht begleiten, motivieren und die so notwendige Automatisierung des Lesens fördern.
Kinder sind begeistert
Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Schüler:innen und deren Urteil fällt sehr positiv aus. „Wir hören von den Lesepat:innen mit welch großer Freude und Begeisterung die Kinder lesen. Auch die Schulen sind von den positiven Effekten des Projektes überzeugt: Direktor:innen und Lehrer:innen berichten von großen Fortschritten der Lesekompetenz der Kinder“, berichtet Stefanie Berker, Mitarbeiterin im Jugendrotkreuz. Umso mehr zeigt sich das Jugendrotkreuz entschlossen, das Projekt mit neuen Lesepat:innen weiter auszubauen.
Ehrenamtliches Engagement mit Mehrwert
Das Jugendrotkreuz freut sich auch künftig über neue Lesepat:innen, die mithelfen möchten, die Lesekompetenz von Kindern zu fördern und zu stärken. Interessierte können sich unter lesepaten@s.roteskreuz.at melden.
Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg
Foto: Birgit Heinrich (Mitte, grauer Longblazer), Initiatorin des Lesepat:innen-Projektes mit den neuen Lesepat:innen am Ausbildungstag
Salzburg, am 30. Oktober 2024