Auch zweieinhalb Monate nach Beginn der Kampfhandlungen in der Ukraine ist ein Ende nicht abzusehen, gleichzeitig spitzt sich der Bedarf humanitärer Hilfe für die Bevölkerung immer weiter zu. Stadt und Land Salzburg, der Landesfeuerwehrverband Salzburg und das Rote Kreuz Salzburg haben daher einen weiteren Hilfstransport mit 71 Paletten organisiert, der heute, am 10. Mai, startet.
Im vierten Hilfstransport des Roten Kreuzes, gemeinsam mit Stadt, Land, Feuerwehrverband und Gemeindeverband werden nun 37 Tonnen dringend benötigte medizinische Hilfsgüter, Babynahrung und haltbare Lebensmittel im Wert von 120.000 Euro in die Ukraine gebracht. 50.000 Euro finanziert dabei das Land Salzburg, 30.000 Euro die Stadt Salzburg. Der Feuerwehrverband Salzburg beteiligt sich mit 40.000 Euro.
Not der Bevölkerung steigt
„Die ukrainische Bevölkerung ist dringend auf Hilfe angewiesen“, weiß Landesrettungskommandant Anton Holzer und führt aus „es fehlt nicht nur an alltäglichem wie etwa Nahrung, auch die medizinische Versorgung ist immer stärker eingeschränkt.“ Der heutige Hilfstransport besteht unter anderem aus sieben Paletten mit medizintechnischen Gütern, unter anderem EKG-Geräte und Defibrillatoren, Infusionsgeräten, Kanülen und Spritzen, aber auch Monitore für Intensivpatienten. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit den Menschen in der Ukraine rasch und zielgerichtet mit lebensnotwendigen sowie medizinischen Gütern zu helfen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die große Hilfsbereitschaft und beim Roten Kreuz für die professionelle Abwicklung und Organisation der Transporte“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.
Haltbare Lebensmittel und Nahrung für die Kleinsten
„Derzeit ist in der Ukraine alles knapp“, weiß auch Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker. „Wichtig ist auch die Versorgung im Alltag, vor allem für die Kleinsten. Neben haltbaren Lebensmitteln haben wir daher auch eine große Menge an Baby- und Kindernahrung zusammengestellt.“ 30 Paletten mit Babymilchpulver, unterschiedlichen Breisorten, aber auch Windeln haben die beiden Sattelzüge geladen.
Gemeindeverband und Stadt beteiligen sich ebenfalls
Harald Preuner, Bürgermeister der Stadt Salzburg sagt: „Es liegt in unserer Verantwortung, den Menschen zu helfen, die so dringend auf unsere Hilfe angewiesen sind. Auch der Stadt Salzburg war es ein wichtiges Anliegen, diesen Hilfstransport zu unterstützen.“ Gemeindeverbandspräsident Günther Mitterer stimmt zu: „Das gleiche gilt für die Gemeinden. Wir danken allen, die sich so großzügig an diesem Transport beteiligen, für ihre Unterstützung.“ Mit den geladenen 34 Paletten haltbarer Lebensmittel können etwa 5.000 Menschen für rund zwei Wichen versorgt werden
Hilfsgüter über 400.000 Euro
Der erste Rotkreuz-Hilfstransport am 10. März brachte 2.100 Hygienepakete im Wert von rund 30.000 Euro ins polnische Niemce. Beim zweiten Hilfstransport am 1. April wurden 18 Tonnen haltbare Lebensmittel mit einem Warenwert von 40.000 Euro in ein Verteilzentrum des Ukrainischen Roten Kreuzes versendet. Ein dritter Transport im Wert von rund 220.000 Euro wurde am 14. April auf den Weg geschickt. Neben 68 Paletten haltbarer Lebensmittel wurden 204 Paletten Hygienepakete sowie Arzneimittel wie etwa Medikamente, Narkosemittel und Desinfektionsmittel in die Ukraine gebracht. Ein LKW konnte dabei dank Spendenaktionen von Schülerinnen und Schülern an das Jugendrotkreuz finanziert werden.
Foto Credit: Rotes Kreuz Salzburg
Foto 1 (v.l.): Günter Trinker (Landesfeuerwehrkommandant), Harald Preuner (Bürgermeister der Stadt Salzburg), Dr. Wilfried Haslauer (Landeshauptmann), Günther Mitterer (Gemeindeverbandspräsident) und Anton Holzer (Landesrettungskommandant)
Foto 2: Der Hilfstransport hat 71 Paletten mit 37 Tonnen medizinischen Hilfsgütern, Lebensmitteln und Baby- und Kleinkindnahrung an Bord
Foto 3: Das Rote Kreuz organisiert den Hilfstransport gemeinsam mit dem Land Salzburg, der Stadt Salzburg, dem Gemeindeverband und dem Landesfeuerwehrverband
Salzburg, 10. Mai 2022