Sie helfen Menschen in Not und fragen nicht nach dem Warum. Sie engagieren sich in ihrer Freizeit, um anderen zu helfen. Sie ermöglichen Hilfs- und Sozialprojekte, die anders nicht umsetzbar wären: Die mehr als 5.000 freiwilligen Helfer:innen des Roten Kreuzes Salzburg sind selbstlos für die Menschen im Bundesland da. Jeden Tag, rund um die Uhr.
Im Rettungsdienst spannen sie ein dichtes Netz der Hilfe und Versorgung, während sie im Besuchsdienst Menschen im Alltag unterstützen und für ein Abwechslung im Alltag sorgen. Andere engagieren sich wiederum im Katastrophenhilfsdienst und helfen dadurch mit, herausfordernde Ereignisse zu bewältigen oder helfen als Lesepat:innen mit, die Lesekompetenz junger Menschen zu fördern. Auch in vielen anderen Bereichen engagieren sich die Freiwilligen des Salzburger Roten Kreuzes.
Dank und Wertschätzung
Dr. Werner Aufmesser, Präsident des Roten Kreuzes Salzburg, zeigt sich über das beeindruckende Engagement der ehrenamtlichen Helfer:innen hoch erfreut: „Ohne den großen Einsatz der Freiwilligen könnten wir unsere Dienste nicht aufrecht erhalten. Aber sie sind noch viel mehr, nämlich Botschafter der Menschlichkeit. Ihnen gebührt unser Dank und unsere aufrichtige Wertschätzung.“
Erfüllende Arbeit
Michael (67) aus der Dienststelle Salzburg Stadt engagiert sich seit mehr als 35 Jahren beim Roten Kreuz. Für ihn steht der Gedanke des Helfens im Vordergrund, doch schätzt er auch den Abwechslungsreichtum und die Kameradschaft. Die Kolleg:innen hätten unterschiedliche berufliche Hintergründe, wodurch im Dienst immer wieder interessante Gespräche zustande kämen. Es entstünden zudem Freundschaften, die auch außerhalb des Dienstbetriebes gepflegt würden.
Die Interaktion mit den Patient:innen bedeute ihm viel, so Rettungssanitäter Michael. Im Einsatz müsse man empathisch reagieren und neben Versorgung und Transport vor allem Vertrauen zu den Patient:innen aufbauen. Es sei wichtig, den Patient:innen in dieser Ausnahmesituation die Angst zu nehmen. „Diese Arbeit ist für mich sehr erfüllend“, so Michael.
Unter seinen Kolleg:innen ist Michael sehr beliebt. Er bleibt auch unter größtem Druck stets ruhig und setzt sich mit großer Begeisterung für die Gemeinschaft ein.
Immer da, wenn er gebraucht wird
Auch für Rettungssanitäter Raphael (31) spielt der Wunsch, anderen zu helfen, eine große Rolle. Er schenkt dem Roten Kreuz und damit den Salzburgerinnen und Salzburgern seit Jahren viele Einsatzstunden, zuletzt rund 1.000 Stunden im Jahr. Er gilt als sehr motiviert und verantwortungsvoll und ist immer da, wenn man ihn braucht. Damit nicht genug, absolviert er derzeit die Ausbildung zum Notfallsanitäter und vertieft damit sein Wissen weiter.
„Besonders viel bedeuten mir die positiven Rückmeldungen der Patient:innen und wenn man spürt, ihnen geholfen zu haben“, so Raphael. Darüber hinaus seien ihm die Kolleg:innen und das Teamgefüge in seiner Einheit besonders wichtig: „Das ist eigentlich schon so etwas wie meine zweite Familie“.
Ein sinnstiftender Ausgleich
Notfallsanitäterin Nina (31) engagiert sich nicht nur seit mehr als zehn Jahren im Rettungsdienst, sondern auch in der Aus- und Fortbildung. Als Lehrsanitäterin bringt sich die Salzburgerin in der Wissensvermittlung gegenüber anderen Sanitäter:innen ein, während sie als Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte mithilft, wichtiges Erste-Hilfe-Wissen für die Allgemeinheit weiterzugeben. Darüber hinaus ist sie sich auch in ihrer Abteilung sehr aktiv und organisiert unter anderem Team-Building-Events.
Nina sieht ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Ausgleich zu ihrem Beruf und als Möglichkeit, etwas Sinnstiftendes zu tun. „Die Arbeit im Rettungsdienst hat Bedeutung. Ich habe das Gefühl, dort etwas bewegen und anderen Menschen helfen zu können“, so Nina.
Gemeinschaft und Zusammenarbeit
Jacob (21) hat seinen Zivildienst beim Roten Kreuz absolviert und ist danach als freiwilliger Rettungssanitäter geblieben. Ihm ist es wichtig, seine Zeit sinnvoll zu nutzen, um „Menschen in Not zu helfen und etwas Positives bewirken zu können“, so Jacob.
Darüber hinaus liegt ihm die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit mit seinen Freunden im Roten Kreuz besonders am Herzen. Er engagiert sich sehr für die Gemeinschaft und übernimmt neben seinem Einsatz im Rettungsdienst noch weitere Aufgaben in seiner Abteilung.
Das Miteinander macht es aus
Rettungssanitäterin Johanna (26) aus der Dienststelle Hof ist seit bald zehn Jahren im Roten Kreuz aktiv. Neben dieser Kerntätigkeit engagiert sie sich noch in vielen anderen Funktionen ehrenamtlich in der Organisation: als Lehrsanitäterin und Erste-Hilfe-Lehrbeauftrage, als Schminkerin im Team der Realistischen Unfalldarstellung, Social-Media-Beauftragte und als Jugendgruppenleiterin.
Johanna habe das Talent, von den jüngsten Kindern bis zu langdienenden Sanitäter:innen alle zu einem Miteinander zu motivieren, indem sie auf allen Ebenen mit Geduld, Einfallsreichtum und Leidenschaft fördere und fordere. Ihre Herzlichkeit und Höflichkeit machen aus ihr eine beliebte Kollegin, weit über die die Dienststelle Hof hinaus. Der Wunsch für ein großes gelebtes Miteinander unter den Einsatzkräften komme bei ihr aus Überzeugung und kenne keine Grenzen.
Sie selbst greift diesen Gedanken gerne auf: „Das Miteinander macht es aus. Jeder ist unterschiedlich und kann sich einbringen, das macht einfach Spaß. Wir leben dieses Miteinander als Team wirklich!“
Engagement aus Idealismus
Hans-Peter (59) ist seit über 37 Jahren im Roten Kreuz aktiv. Der Rettungssanitäter und First Responder schafft es, Jung und Alt seit Jahren mit gelebtem Humor und Offenheit zu verbinden. In seiner Dienststelle ist er ein verlässlicher Freund, Kollege und Kommandomitglied. Er ist seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Bestandteil der Dienststelle Hof.
„Ich mache das aus Idealismus, aber das bringt mir auch etwas: Nämlich die Kameradschaft im Roten Kreuz, die mir sehr viel bedeutet“, so Hans-Peter.
Gemeinschaft, Kameradschaft und Beistand
Gerhard (66) aus Hof steht im 44. Dienstjahr beim Roten Kreuz und ist ein Gründungsmitglied der Dienststelle in Hof. Auch heute lässt er sich noch regelmäßig zum Nacht- oder Wochenenddienst einteilen. Er hilft, wo er nur kann, und scheut keine neuen Aufgaben, Vorschriften oder Änderungen. Als Erste-Hilfe-Lehrbeauftragter stellt er sicher, dass die lebensrettenden Maßnahmen von möglichst vielen Salzburger:innen beherrscht werden.
„Ich helfe anderen Menschen gerne. Ich mache das mit großer Freude und bringe mich gerne in unserem Team ein, das gehört für mich einfach dazu. Letztlich gehört alles zusammen: Die Gemeinschaft, die Kameradschaft und anderen Menschen beizustehen“, so Gerhard.
Gutes tun kommt irgendwann zurück
Für Rettungssanitäter Thomas (22) von der Dienststelle St. Johann im Pongau ist der Gedanke, dass Hilfe kommt, wenn sie benötigt wird, die größte Motivation. Er komme aus einer Familie, in der Zusammenhalt und Menschlichkeit stets einen hohen Stellenwert hatten. Darüber hinaus sei er „der festen Überzeugung, dass Gutes tun irgendwann auf einen selbst zurückkommt – eine Überzeugung, die mich motiviert, immer wieder mein Bestes zu geben“, so Thomas.
Sein Bestes gibt Thomas nicht nur im Rettungsdienst, sondern auch als Social-Media-Beauftragter. „Wenn mich etwas interessiert, kann ich mich stundenlang damit auseinandersetzen und stecke viel Herzblut in diese Sache. Das erklärt vermutlich den ‚intensiveren‘ Zeitaufwand, den ich beim Roten Kreuz betreibe“, erklärt Thomas. Der angesprochene „intensivere Zeitaufwand“ beläuft sich im Jahr 2024 bereits auf über 800 Einsatzstunden im Rettungsdienst.
Jedem helfen, der Hilfe braucht
Thomas (19) von der Dienststelle St. Johann war schon als Kind ein Fan vom Roten Kreuz und so war es für ihn naheliegend, im Alter von elf Jahren in das Jugendrotkreuz einzutreten. Schon damals war ihm klar, dass er anderen Menschen helfen möchte. Mit 17 meldete er sich als Freiwilliger und begann seine Ausbildung zum Rettungssanitäter, die er schon bald erfolgreich abschloss. Die Begeisterung ist um nichts kleiner als in seiner Kindheit und so überrascht es nicht, dass er allein im Jahr 2024 rund 1.000 freiwillige Stunden im Rettungsdienst geleistet hat.
Für Thomas ist das eine Selbstverständlichkeit: „Mir gefällt es, wenn ich jedem, der Hilfe braucht, helfen kann und ich am Abend nach Hause gehe und sagen kann: Heute habe ich vielen Menschen geholfen.“
Einfach da sein und helfen
Rettungssanitäterin Helen (45) von der Dienststelle Zell am See ist seit über elf Jahren im Roten Kreuz aktiv. Sie liebt die Arbeit mit Menschen, insbesondere auch Kindern und Jugendlichen, für die sie sich als stellvertretende Gruppenleiterin im Jugendrotkreuz engagiert: „Das ist mir ein besonderes Anliegen, denn der Nachwuchs muss gefördert werden.“
Helen setzt sich nicht nur in ihrer Freizeit ehrenamtlich ein, sondern investiert darüber hinaus jedes Jahr noch rund 3 bis 4 Wochen ihres Urlaubs in ihre freiwillige Tätigkeit für das Rote Kreuz.
Ihre große Leidenschaft gilt dem Eishockey und da besonders den Zeller Eisbären. In der Zeller Eishalle verbindet sie diese mit ihrer anderen Leidenschaft und leistet bei Spielen im Rahmen der Ambulanzdienste weit über 200 freiwillige Stunden. Für April 2025 ist ein besonderes Highlight geplant: Das Eishockey World Tournament für Nachwuchsmannschaften findet in Zell am See statt und Helen wird natürlich mit dabei sein.
Für Helen ist es wichtig, „einfach da zu sein und anderen Menschen zu helfen. Das macht mir große Freude und ich habe dafür auch die Unterstützung meiner Familie.“
Helfen ist das Um und Auf
Gerhard (68) aus Tamsweg engagiert sich seit bald 49 Jahren im Roten Kreuz. Der Rettungssanitäter ist mittlerweile in Pension und leitet die Team Österreich Tafel in Tamsweg. Schon als Rettungssanitäter hatte er das Team der Tafel unterstützt und als er von seinem Vorgänger gefragt wurde, ob er die Leitung übernehmen möchte, zögerte Gerhard keine Sekunde und sagte sofort zu.
Für Gerhard ist das „Helfen das Um und Auf. Ich bin gerne für andere Menschen da und helfe, wo ich nur kann.“ Half er früher im Rettungsdienst unzähligen Patient:innen, so hilft er heute im Rahmen der Team Österreich Tafel tatkräftig mit, den Alltag bedürftiger Menschen ein wenig zu erleichtern.
Freiwilliges Engagement im Roten Kreuz Salzburg: Zahlen und Fakten
Im Jahr 2023 leisteten 5.069 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen des Roten Kreuz Salzburgs mehr als 1,2 Millionen freiwillige Stunden zum Wohle der Salzburger:innen. Sie engagieren sich in diesen Leistungsbereichen:
- Rettungs- und Krankentransport
- Besuchsdienst
- Blutspendedienst
- Behindertenfahrdienst
- Katastrophenhilfsdienst
- Jugendrotkreuz und Jugendgruppen
- Kriseninterventionsteam
- Soziale Dienste
- Ausbildung
Mehr Infos unter: www.s.roteskreuz.at/freiwillig
Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg
Foto 1: Rettungssanitäter Michael empfindet seine freiwillige Arbeit als sehr erfüllend.
Foto 2: Rettungssanitäter Raphael ist immer da, wenn er gebraucht wird.
Foto 3: Rettungssanitäterin Nina empfindet ihr freiwilliges Engagement als sinnstiftenden Ausgleich.
Foto 4: Rettungssanitäter Jacob schätzt die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit im Roten Kreuz.
Foto 5: Die Rettungssanitäter:innen Johanna, Hans-Peter und Gerhard engagieren sich neben dem Rettungsdienst auch in vielen anderen Bereichen des Roten Kreuzes.
Foto 6: Für Rettungssanitäter Thomas (22) haben Zusammenhalt und Menschlichkeit stets einen hohen Stellenwert.
Foto 7: Für Rettungssanitäter Thomas (19) ist es eine Selbstverständlichkeit, anderen zu helfen.
Foto 8: Für Rettungssanitäterin Helen ist es wichtig, für andere Menschen da zu sein und ihnen zu helfen.
Foto 9: Rettungssanitäter Gerhard engagiert sich seit bald 49 Jahren im Roten Kreuz und leitet die Team Österreich Tafel in Tamsweg
Salzburg, am 4. Dezember 2024