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Rettungsinfrastruktur einer Kleinstadt: Rotes Kreuz Salzburg zieht erfolgreiche Bilanz des Einsatzes am Electric Love Festival 2024

Auch heuer zeichnete sich der Rettungsdienst mit einer logistischen Sonderleistung aus. Der Aufwand hat sich gelohnt: Pro Tag versorgten rund 180 Rotkreuz-Helfer:innen an den vier Tagen des Festivals 600 Personen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag heuer neben den hitzebedingten Hilfeleistungen auf Versorgungen von leichten chirurgischen Verletzungen.

 

Zirka 180.000 Besucher:innen ließen es sich heuer nicht nehmen, das beliebte Electronic Music Festival am Salzburgring zu besuchen. Auf mehreren Bühnen sorgten international renommierte Künstler:innen ebenso wie Newcomer für großartige Stimmung unter den Besucher:innen. Damit diese Stimmung so sorgenfrei wie möglich bleiben konnte, errichtete das Rote Kreuz Salzburg wie schon in den Jahren zuvor am Salzburgring die größte Ambulanz des Bundeslandes.

 

Rettungsinfrastruktur einer Kleinstadt

Pro Tag waren rund 180 Rotkreuz-Mitarbeiter:innen im Einsatz, davon rund 150 Sanitäter:innen. Diese konnten auf eine Infrastruktur zurückgreifen, die jener einer Kleinstadt entspricht: Vier Sanitätsstationen mit Medical Center inklusive der dafür erforderlichen Infrastruktur, rund 40 Fahrzeuge sowie eine eigene mobile Leitstelle vor Ort. Darüber hinaus wurden sie von Notärzt:innen und zahlreichen Sondereinheiten unterstützt, um einen reibungslosen Einsatz zu gewährleisten. In Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz wurde zudem eine digitale Patient:innen-Erfassung eingesetzt, um die Abläufe vor Ort so rasch wie möglich zu gestalten.

 

600 Einsätze am Electric Love Festival 2024

Auch in diesem Jahr war die Stimmung am Festival wie auch innerhalb des Rotkreuz-Teams hervorragend. Die Einsatzzahlen waren dabei deutlich verringert: Insgesamt versorgte das Rote Kreuz rund 600 Personen. Mit den abgestimmten vorsorgenden Maßnahmen nach der Unwetterwarnung konnte die Zahl der Erste-Hilfe-Leistungen deutlich gesenkt werden. „Der Veranstalter hat am Samstag kostenlos Wasserflaschen zur Verfügung gestellt, welche unsere Rotkreuz-Kolleg:innen verteilt haben. So waren die hitzebedingten Versorgungen deutlich reduziert“, erläutert Soucek und fährt fort: „Die sturmbedingte Räumung des Campingplatzes hat sich bezahlt gemacht - es hat sich niemand verletzt.“

 

„Regelrettungsdienst nicht belasten“

Rund 50.000 Besucher:innen pro Tag stellen besondere Herausforderungen an den Rettungsdienst. Eine zentrale Zielsetzung in der Planung war es, dass die umliegenden Krankenhäuser möglichst nicht belastet werden sollten, sondern die Versorgung so weit wie möglich direkt am Festivalgelände erfolgen sollte. „Unser Ziel ist es, den Regelrettungsdienst nicht zu belasten und die Krankenhäuser nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn wir eine Versorgung nicht am Gelände durchführen können“, so Rotkreuz-Koordinator Stefan Soucek. „Bei 50.000 Besucher:innen pro Tag bewegen wir uns in den Dimensionen einer Kleinstadt und dementsprechend haben wir auch unsere Infrastruktur am Salzburgring geplant“, erklärt Soucek weiter.

 

Logistische Meisterleistung

Eine Ambulanz dieser Größenordnung bedeutet auch eine logistische Meisterleistung. Alleine die Planung für das jährlich stattfindende Festivals dauert rund neun Monate. Der Auf- und Abbau vor und nach dem Festival nimmt jeweils rund eine Woche in Anspruch. Und hier muss jeder Handgriff sitzen und alle Versorgungsmaterialien an der richtigen Position sein, damit die Sanitäter:innen die Patient:innen im Einsatz routiniert versorgen können.

Die Logistikstaffel des Roten Kreuzes hat dafür insgesamt rund 14 Tonnen Material mit fünf Lastkraftwägen zum Salzburgring gebracht: „Von den Feldbetten für die Mitarbeiter:innen über Lebensmittel und Trinkwasser bis hin zu Verbandsmaterial, Zelten und vielem mehr. Ohne gewissenhafte Planung und Vorbereitung wäre dies nicht zu bewältigen“, so Roland Weger, Kommandant der Logistikstaffel des Roten Kreuzes.

Damit der Rettungsdienst so routiniert arbeiten kann, sind viele Hilfseinheiten vor Ort notwendig. So erfolgte die Verpflegung der Mitarbeiter:innen durch die Rotkreuz-Feldküche. Mitarbeiter:innen der Fernmeldeeinheit und der visuellen Lagekartendarstellung unterstützten die Einsatzleiter, während auch das Kriseninterventions-Team in Bereitschaft war, um allenfalls eine Betreuung sicherzustellen.

 

„Routinierter Festivaleinsatz“

„Unser Einsatz lief sehr professionell und routiniert ab. Die Zahl der Versorgungen konnte durch unsere Infrastruktur problemlos bewältigt werden. Besonders erfreulich war die gute Stimmung unter allen Beteiligten, so dass wir schon heute mit großer Vorfreude nach 2025 blicken“, so Soucek abschließend.

 

Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg

 

Foto 1: Der ELF-Ambulanzdienst fordert Logistik und Planung, v.l.: Roland Weger (Logistik-Kommandant) und Stefan Soucek (ELF-Koordinator) im Gespräch

Foto 2: Gemeinsamer Einsatzstab beim Electric Love Festival

Foto 3: Die Feldküche versorgt die Rotkreuz-Kräfte

Fotos 4-5: Rotkreuz-Teams im ELF-Einsatz

 

Salzburg, am 7. Juli 2024

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Roberta Thanner

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