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Rettungskette in Salzburg verdichtet: Streifenwägen der Polizei mit Defibrillatoren ausgerüstet

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand kommt es auf jede Minute an. In Österreich sterben jährlich rund 10.000 Menschen an plötzlichem Herztod. Eine Herzdruckmassage und der rasche Einsatz eines Defibrillators können die Überlebenschancen deutlich steigern. Je schneller Erste Hilfe geleistet wird, desto mehr Patient:innen überleben und desto weniger Folgeschäden gibt es. In Salzburg wurden nunmehr alle Streifenwägen mit Defibrillatoren ausgerüstet. Damit kann künftig noch mehr Menschen rasch geholfen werden.

 

Von der Alarmierung des Rettungsdienstes bis zu dessen Eintreffen beim Patienten vergehen je nach Anfahrt einige Minuten. Manches Mal befindet sich jedoch ein Streifenwagen der Polizei in unmittelbarer Nähe. Ab sofort wird dieser Umstand genützt: Rund 60 Streifenwägen der Polizei-Dienststellen im gesamten Bundesland Salzburg wurden mit Defibrillatoren ausgestattet. Diese werden nunmehr bei einem Herz-Kreislaufstillstand in ihrer Nähe zusätzlich zum Rettungsdienst mitalarmiert und fahren ebenfalls zum Einsatzort.

 

Rettungskette verdichtet
Dadurch wird künftig die Rettungskette in Salzburg weiter verdichtet. Nach einer Alarmierung können die in Erster Hilfe geschulten Polizist:innen rasch reagieren und mit der Wiederbelebung beginnen. So wird die entscheidende Reaktionszeit zwischen einem Atem-Kreislaufstillstand und dem Einsetzen der Wiederbelegung unter Anwendung eines Defibrillators verkürzt. Gleichzeitig wird das organisierte Netz der Ersthelfer:innen im Bundesland deutlich erweitert.

 

„Wichtiges Glied der Rettungskette“

Stefan Herbst, Landesrettungskommandant des Roten Kreuzes Salzburg, begrüßt diese Initiative: „Polizist:innen sind darauf geschult, im Ernstfall rasch zu handeln. Durch die Ausstattung der Polizeifahrzeuge mit Defibrillatoren wird sichergestellt, dass die Rettungskette in Salzburg weiter verdichtet und unser Netzwerk an organisierten Ersthelfer:innen ausgeweitet werden kann. So können wir noch besser als bisher sicherstellen, dass Menschen nach einem Herz-Kreislaufstillstand rasch geholfen wird.“

 

„Wertvoller Beitrag der Polizei zur medizinischen Erstversorgung der Salzburger Bevölkerung“

„Da oftmals medizinische Notfälle über den Euro- bzw. Polizeinotruf auch bei uns gemeldet werden, können wir in diesen Fällen jetzt, zeitgleich mit der Weiterleitung dieser Information an das Rote Kreuz, selbst in der Rettungskette aktiv tätig werden. Unsere Streifenwägen sind permanent im Außendienst unterwegs, werden dabei zentral von der Landesleitzentrale koordiniert und sind deshalb mitunter noch vor den Rettungskräften am Einsatzort. Das verkürzt die Reaktionszeiten bei medizinischen Notfällen entscheidend.“ bestätigt Landespolizeidirektor Bernhard Rausch den Mehrwert dieser Initiative für die Salzburger Bevölkerung.

 

Foto (c) LPD Salzburg

Foto: (v.l.n.r.): Stefan Herbst (Landesrettungskommandant), Bernhard Rausch (Landespolizeidirektor) und Mitarbeiter der Schnellen Interventionsgruppe (SIG)

 

Salzburg, am 8. Oktober 2024

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