Lebensmittel, Hygienepakete und Medikamente im Wert von rund 220.000 Euro machen sich am heutigen Donnerstag, den 14. April, auf den Weg von Salzburg in die Ukraine. Die Lebensmittel unterstützte einmal mehr die Spar AG, die Medikamente stammen von der Halleiner Jacoby Pharma GmbH.
Neben 68 Paletten haltbarer Lebensmittel werden 204 Paletten Hygienepakete sowie Arzneimittel wie etwa Medikamente, Narkosemittel und Desinfektionsmittel auf den Weg gebracht. Mit den Lebensmitteln können rund 10.000 Menschen für zwei Wochen versorgt werden, die Hygienepakete reichen für rund 32.000 Menschen einen Monat aus.
Aufmesser: „Wir helfen mit allen Mitteln.“
„Der Bedarf an Unterstützung in der Krisenregion steigt zunehmend und ein Ende ist noch nicht abzusehen“, sagt Rotkreuz-Präsident Dr. Werner Aufmesser und ergänzt: „Wir werden weiterhin mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, helfen.“
„Dank der Hilfe unserer Kooperationspartner Spar und Jacoby Pharma können wir einmal mehr die Not der Menschen vor Ort lindern“, sagt Landesrettungskommandant Anton Holzer.
Der Transport wird an der Grenze zur Ukraine an das Ukrainische Kreuz übergeben, das seine örtliche Infrastruktur für die Verteilung nutzt. Derzeit sind rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ukrainischen Roten Kreuz im Einsatz.
Finanziert aus Spenden an das Rote Kreuz und das Jugendrotkreuz Salzburg
Der Warenwert der Ladungen liegt bei rund 220.000 Euro und finanziert sich aus Spenden der Salzburgerinnen und Salzburger an das Rote Kreuz sowie schulischen Spendenaktionen zugunsten des Jugendrotkreuzes. Ein LKW mit rund 30.000 Euro Ladung konnte von den Schülerinnen und Schülern finanziert werden. Ein Großteil der Spenden brachte die Volksschule an der Salzach in St. Johann ein: Bei einem Spendenlauf sammelten die Schülerinnen und Schüler rund 18.000 Euro.
Die Salzburgerinnen und Salzburger öffnen die Herzen und Geldbörsen
„Die schrecklichen Bilder, die uns täglich aus dem Kriegsgebiet erreichen, lassen nur annähernd erahnen welches Leid die Menschen dort erleben müssen. Deshalb ist es umso schöner zu erleben wie hilfsbereit Salzburgs Bevölkerung, unsere Unternehmen und ganz besonders die Schülerinnen und Schüler in unserem Land sind um dieses Leid zumindest ein wenig zu lindern. Dieser Hilfstransport sichert erste dringend notwendige Hilfe vor Ort. Zudem können wir auch mit Unterkünften und Unterstützung hier in Salzburg, Flüchtenden aus der Ukraine Sicherheit bieten“, so Landesrat Josef Schwaiger und ergänzt: „Ich danke dem Roten Kreuz und allen Unterstützern dieses Hilfstransports, denn so können wir auch sicher sein, dass die Hilfsmittel dort ankommen wo sie tatsächlich gebraucht werden“, so Landesrat Schwaiger.
Dringende Hilfe dort, wo sie gebraucht wird
Große Unterstützung für seinen humanitären Einsatz erhält das Rote Kreuz durch die Spendengelder der Bevölkerung sowie die Bereitstellung von Hilfsgütern von Unternehmen: „Wir bedanken uns ganz herzlich bei Spar und Jacoby Pharma für die Sonderkonditionen, zu denen wir die Hilfsgüter beziehen können. Ein besonders großer Dank gilt aber den Salzburgerinnen und Salzburgern für ihre überwältigende Spendenbereitschaft. Sie alle tragen dazu bei, die Not der Menschen in der Ukraine zu lindern“, so der Rotkreuz-Präsident Dr. Aufmesser.
Dritter Transport aus Salzburg
Der erste Rotkreuz-Hilfstransport am 10. März brachte 2.100 Hygienepakete im Wert von rund 30.000 Euro ins polnische Niemce. Beim zweiten Hilfstransport am 1. April wurden 18 Tonnen haltbare Lebensmittel mit einem Warenwert von 40.000 Euro in ein Verteilzentrum des Ukrainischen Roten Kreuzes versendet.
Spendenkonto "Ukraine – Humanitäre Hilfe für Menschen in Not" (SN Soforthilfe)
Österreichisches Rotes Kreuz
Landesverband Salzburg
Salzburger Sparkasse
IBAN: AT11 2040 4005 0025 1363
BIC: SBGSAT2SXXX
https://sbg.mein-roteskreuz.at
Foto Credit: Rotes Kreuz Salzburg
Foto 1 und 2: Über 270 Paletten mit Hilfsgütern werden heute von Salzburg in die Ukraine transportiert.
Foto 3: Rotkreuz-Präsident Dr. Werner Aufmesser, Landesrat Dr. Josef Schwaiger und Landesrettungskommandant Anton Holzer (v.l.)
Salzburg, 14. April 2022