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Schnelle Hilfe aus der Luft: Flugrettungsbilanz 2024 des Salzburger Roten Kreuzes

Die Rotkreuz-Flugrettungseinsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 241 Flüge auf 4.918 Einsätze (4.677 im Jahr 2023). Die Steigerung von rund fünf Prozent basiert auf mehr Notarzteinsätze durch internistische und neurologische Erkrankungen.

Die Zahl der Flüge im Jahr 2024 bedeutet eine Steigerung von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Einsätze aufgrund von Sport- und Freizeitunfällen sind erstmal seit Jahren leicht gesunken. Die Einsätze der internistischen und neurologischen Erkrankungen hingegen leicht gestiegen.  

 

Flugrettungseinsätze aufgrund Sport- und Freizeitunfällen auf 39 Prozent leicht gesunken
In der Einsatzstatistik lagen wie in den Vorjahren auch 2024 die Sport- und Freizeitunfälle voran. Im Vergleich zu den Vorjahren sind diese jedoch von 41 Prozent auf 39 Prozent leicht gesunken.

Rund 33 Prozent des Einsatzgeschehens gingen auf internistische Notfälle, wie z. B. Herzinfarkte zurück. Elf Prozent der Einsätze erfolgten aufgrund von neurologischen Notfällen und Erkrankungen. Arbeits- und Haushaltsunfälle machten etwa acht Prozent der Flugrettungseinsätze aus, während die Notarzthubschrauber bei knapp fünf Prozent ihrer Einsätze zu Verkehrsunfällen gerufen wurden.

 

Rasche Versorgung steht im Vordergrund
Die Entscheidungskriterien, ob ein Notarzthubschrauber zum Einsatz kommt, sind klar definiert. „Die Entscheidung über einen Einsatz treffen die Disponent:innen der Rettungsleitstelle. Die Basis für diese Entscheidung bilden zwei Fragen: Wie erreicht das Rettungsteam die erkrankte oder verunfallte Person am schnellsten und wo können die Patient:innen möglichst schnell die notwendige Behandlung erhalten?“, so Peter Dioszeghy, Leiter der Rettungsleitstelle im Bundesland Salzburg.

Darüber hinaus werden die Disponent:innen von der auf international anerkannten Standards beruhenden „standardisierten Notrufabfrage“ unterstützt. Diese ermöglicht es den Disponent:innen zu bewerten, welche Einsatzmittel für die jeweilige Versorgung angemessen sind und sicherzustellen, dass die Patient:innen schnellstmöglich die richtige, oft lebensrettende Behandlung erhalten.

 

Ausgezeichnete Kooperation mit Helikopter-Unternehmen
Insgesamt betreibt das Rote Kreuz Salzburg in Zusammenarbeit mit Heli Austria, Schider Helicopter, Wolf Helicopter und dem ÖAMTC vier Hubschrauber-Stützpunkte im gesamten Bundesland. „Ich danke unseren Kooperationspartnern ebenso wie unseren Rettungskräften für ihren großartigen Einsatz im abgelaufenen Jahr“, so Landesrettungskommandant Stefan Herbst und ergänzt: „Mit der Flugrettung sind wir in der Lage, jene Patient:innen rasch ins Krankenhaus zu bringen, bei denen das Zeitfenster für die medizinische Weiterversorgung besonders eng ist.“

 

Ausdehnung der Flugzeiten
Der Anstieg der Einsätze ist vor allem einer Ausweitung der Flugzeiten geschuldet: 2024 war das erste Jahr, in denen die im Laufe des Jahres 2023 verlängerten Betriebsstunden durchgehend in Kraft waren und sich dementsprechend in der Bilanz niederschlagen. Der in St. Johann stationierte Hubschrauber Martin 1 fliegt ganzjährig bis 22 Uhr. Die Flugzeiten des am Flughafen Salzburg stationierten Notarzthubschrauber Christophorus 6 sowie des in Hinterglemm stationierten Martin 6 wurden bis 19 Uhr verlängert. Diese Erweiterung ist möglich, da diese Hubschrauber über Nachtsichtgeräte für die Piloten, sogenannte „Night Vision Goggles“, verfügen.

Wenige Minuten bis zum Eintreffen des Hubschraubers
Die Einsätze werden von der Rettungsleitstelle koordiniert. Nach einer Alarmierung starten die Flugretter:innen innerhalb weniger Minuten mit dem Hubschrauber und treffen nach durchschnittlichen 13 Minuten am Notfallort ein. Dort zählt dann Teamarbeit: Die optimale Abstimmung zwischen Pilot:innen, Notärzt:innen und Notfallsanitäter:innen bzw. HCM (Hems Crew Member; Bergespezialist:in und Flughelfer:in) garantiert eine sichere und schnelle Rettung.
An allen vier Standorten sind aktuell 22 Notfallsanitäter:innen des Roten Kreuzes und 75 Notärzt:innen an 365 Tagen im Jahr im Dienst. Für ihren Einsatz stehen im Sommer vier Hubschrauber zur Verfügung, im Winter fünf.

 

Stützpunkte und Einsätze im Detail

Stützpunkt Flughafen Salzburg: Christophorus 6, EC 135 T3 Helionix

Zusammenarbeit Christophorus Flugrettungsverein (ÖAMTC)

1.867 Rettungsflüge im Jahr 2024

 

Stützpunkt St. Johann: Martin 1, MD 902

Stützpunkt St. Johann (Wintersaison 3 Monate): Martin 10, MD 902

Zusammenarbeit Heli Austria GmbH (Roy Knaus)

1.366 Rettungsflüge im Jahr 2024

 

Stützpunkt Zell am See: Heli-Alpin 6, EC 135 T3, Bell 429

Zusammenarbeit ÖAMTC, Schider Helicopter Service GmbH

904 Rettungsflüge im Jahr 2024

 

Stützpunkt Hinterglemm: Saisonal Martin 6, MD 902 (Sommer- und Wintersaison)

Zusammenarbeit Wolf Helicopter GmbH & Co KG

781 Rettungsflüge im Jahr 2024

 

Foto: Notarzthubschrauber im Einsatz (c) Heli Austria

 

Salzburg, am 2. Jänner 2025

 

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