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40. JUBILÄUM DER ROTKREUZ-ORTSSTELLE DEFEREGGENTAL: EINE FEIER DER STARKEN GEMEINSCHAFT UND DES ENGAGEMENTS

Die neue Vereinsfahne wurde beim Gottesdienst gesegnet.
Die neue Vereinsfahne wurde beim Gottesdienst gesegnet.
Die geehrten Mitglieder für die 40-jährige Tätigkeit im Roten Kreuz Osttirol
v.l. Bezirksgeschäftsführer Alexander Perry, Ortsstellenleiterin Valentina Erlsbacher, die geehrten Mitglieder für die 40-jährige Tätigkeit im Roten Kreuz: Ernst Schett, Martin Erlsbacher und Oswald Grimm. Ortsstellenleiter-Stellvertreter Marzell Veiter, Vizepräsident ÖRK LV Tirol und Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher, Bürgermeister Ingo Hafele.
v.l. Ortsstellenleiterin Valentina Erlsbacher, die Mitglieder des Gründungsausschusses: Rot-Kreuz-Arzt Dr. Ottokar Widemair, Gerhard Passler, Ludwig Prast, Vizepräsident ÖRK LV Tirol und Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher, Ortsstellenleiter-Stellvertreter Marzell Veiter (nicht am Bild: Gründungsausschussmitglied Andreas Messner)
v.l. Ortsstellenleiterin Valentina Erlsbacher, die Mitglieder des Gründungsausschusses: Rot-Kreuz-Arzt Dr. Ottokar Widemair, Gerhard Passler, Ludwig Prast, Vizepräsident ÖRK LV Tirol und Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher, Ortsstellenleiter-Stellvertreter Marzell Veiter (nicht am Bild: Gründungsausschussmitglied Andreas Messner)
Bauphase der neuen Rotkreuz-Ortsstelle im Defereggental, 1997
Bauphase der neuen Rotkreuz-Ortsstelle im Defereggental, 1997
Umbau der alten Milchsammelstelle zur Rotkreuz-Ortsstelle im Defereggental
Umbau der alten Milchsammelstelle zur Rotkreuz-Ortsstelle im Defereggental
Dank großzügiger Spenden der einheimischen Bevölkerung konnte für die neu gegründete Rotkreuz-Ortsstelle ein Puch G angeschafft werden.
Dank großzügiger Spenden der einheimischen Bevölkerung konnte für die neu gegründete Rotkreuz-Ortsstelle ein Puch G angeschafft werden.

DIE GRÜNDUNG DER ROTKREUZ-ORTSSTELLE IM DEFEREGGENTAL

Die Entstehung der Rotkreuz-Ortsstelle Defereggental begann vor rund vierzig Jahren in einer lockeren Stammtischrunde. Angesichts der langen Anfahrtswege für den Rettungsdienst aus Matrei i. O. und Lienz wurde in den Jahren 1982 und 1983 von einigen Idealisten unter der Führung von Dr. Ottokar Widemair die Idee geboren, eine eigene Ortsstelle im hinteren Defereggental zu gründen.

Mit zunehmendem Enthusiasmus und Engagement entwickelte sich aus dieser Idee ein konkreter Plan. Der nächste Schritt bestand darin, Kontakt mit dem damaligen Bezirkshauptmann und Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Lienz, Dr. Othmar Doblander, aufzunehmen, der über die Voraussetzungen für eine Rotkreuz Stelle aufklärte.

Damals war es erforderlich, mindestens 30 Freiwillige zu gewinnen und diese entsprechend auszubilden. Außerdem war es notwendig, eine Garage, einen Aufenthaltsraum und ein Einsatzfahrzeug bereitzustellen.

Durch das große Engagement der Gründungsmitglieder und die Unterstützung der Gemeinden St. Jakob und St. Veit sowie der ÖRK-Bezirksstelle Lienz wurde schließlich im Jahr 1984 die Rotkreuz-Ortsstelle Defereggental unter der Leitung von Egon Kleinlercher ins Leben gerufen. Dieser Gründungsvorgang war zur damaligen Zeit einzigartig in Österreich.

Mit einer Spendenaktion in St. Jakob und St. Veit gelang es dank der großzügigen Unterstützung der einheimischen Bevölkerung, wobei nahezu jeder Haushalt gespendet hat, über eine Million Schilling zu sammeln, um ein Allradfahrzeug - einen Puch G - anzuschaffen. Eine umgebaute Milchsammelstelle und eine Garage im Gemeindehaus in St. Jakob dienten bis zum Jahr 1998 als Unterkunft für die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitglieder, die rund um die Uhr Dienste für die Bevölkerung leisteten – rund 60 Personen waren beteiligt.

Von Anfang an bestand auch eine enge Zusammenarbeit zwischen der Rotkreuz-Ortsstelle und der örtlichen Arztpraxis, was zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung im hinteren Defereggental führte, insbesondere im Bereich der Notfallmedizin. So etablierte sich die Ortsstelle schnell als unverzichtbarer Bestandteil des Lebens in St. Jakob und St. Veit.

Im Laufe der Zeit stiegen die Anforderungen an die Ortsstelle. So wurde im Jahr 1996 beschlossen, ein neues, modernes Gebäude in der Gemeinde St. Jakob zu errichten, welches schließlich im Jahr 1998 feierlich eingeweiht wurde. Dieses Bauwerk bietet bis heute nicht nur genügend Raum für Fahrzeuge und Ausrüstung, sondern auch für Schulungs- und Ausbildungszwecke.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden etwa 2.500 Notfalleinsätze durchgeführt, bei denen zahlreiche Menschenleben gerettet und schwerwiegendere Schäden durch schnelle und kompetente Versorgung verhindert wurden.

FESTLICHES JUBILÄUM DER ROTKREUZ-ORTSSTELLE DEFEREGGENTAL

Am Samstag, dem 15. Juni 2024, feierte die Rotkreuz-Ortsstelle Defereggental ihr vierzigjähriges Jubiläum mit zahlreichen Gästen und Ehrengästen.

Der Festtag begann mit einem feierlichen Aufmarsch, bei dem Formationen befreundeter Vereine und das Team der Ortsstelle Defereggental begleitet von der Musikkapelle St. Jakob zur Pfarrkirche St. Jakob zogen.

 Dort fand ein Gottesdienst zu Ehren lebender und verstorbener Mitglieder der Ortsstelle statt, musikalisch umrahmt durch die Musikkapelle St. Jakob. Ein besonderer Moment war die Segnung der neuen Vereinsfahne durch Pfarrer Damian Frysz.

Der offizielle Festakt ging anschließend im Gemeindesaal St. Jakob über die Bühne. Ortsstellenleiterin Valentina Erlsbacher und ihr Stellvertreter Marzell Veiter hießen die zahlreichen Gäste - darunter Vertreter befreundeter Vereine, Rettungsorganisationen und Politik - willkommen.

Im Rahmen des Festaktes wurden einige langjährige Mitglieder der Ortsstelle für ihren Einsatz geehrt, darunter auch die fünf Mitglieder des Gründungsausschusses, die mit einem besonderen Geschenk überrascht wurden.

 Die neue Fahne wurde mit Hilfe der großzügigen privaten Unterstützung von Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher, dem Rot-Kreuz-Arzt Dr. Ottokar Widemair, Dr. Winfried Kuenz, Dr. Gerald Kuenz, sowie der Bezirksstelle Osttirol erworben und offiziell der Öffentlichkeit präsentiert.

In Vertretung der drei Gemeinden des Defereggentales richtete der St. Jakober Bürgermeister Ingo Hafele die Begrüßungsworte an die Anwesenden. Er drückte seine Dankbarkeit gegenüber den Freiwilligen der OT Defereggental aus und lobte die gute medizinische Versorgung im Tal, die für Bewohner von großer Bedeutung ist.

Im Anschluss teilten Ehren-Bezirksstellenleiter Werner Heitzmann, Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher und Rot-Kreuz-Arzt Dr. Ottokar Widemair einige Anekdoten aus der Gründungszeit mit, was für viele nostalgische Momente und Schmunzeln sorgte.

Nach dem offiziellen Teil des Festaktes sorgte die „Schupfnmusig“ für Stimmung. Später am Abend brachte die Musikgruppe „Grinza“ den Gemeindesaal in St. Jakob so richtig zum Beben und die Feierlichkeiten erstreckten sich noch bis spät in die Nacht hinein.

Das 40-jährige Jubiläum der Rotkreuz-Ortsstelle Defereggental war ein großer Erfolg und bot den Gästen eine gelungene Mischung aus feierlichen, offiziellen und geselligen Programmpunkten. Es würdigte nicht nur die Geschichte und Verdienste der Ortsstelle, sondern stärkte auch den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl im Defereggental.

 

RÜCKFRAGEHINWEIS:

Ecaterina TOLICOVA

ecaterina.tolicova@roteskreuz-osttirol.at

06648396311

 

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