FAQ Blutspende
Darf ich Blut spenden? Worauf muss ich achten? Wie viel Blut wird abgenommen? Hier befinden sich die häufigsten Fragen in Kürze beantwortet:
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Alter & Gesundheit
Blut spenden dürfen grundsätzlich Personen zwischen dem 18. und 70. Geburtstag, die fit und gesund sind.
Vor der Spende
Amtlichen Lichtbildausweis (z.B. Reisepass) nicht vergessen. Achten Sie außerdem darauf, vor der Spende ausreichend zu essen und zu trinken.
Dauer
Die Blutabnahme dauert ca. 6-7 Minuten. Der gesamte Prozess (inkl. Ausfüllen des Fragebogens, medizinischem Check,...) beläuft sich auf etwa 30-45 Minuten.
Bei jeder Blutspende muss ein amtlicher Lichtbildausweis (z.B. Reisepass, Personalausweis) vorgezeigt werden.
Frauen dürfen vier bis fünf Mal pro Jahr, Männer bis zu sechs Mal pro Jahr Blut spenden. Der Mindestabstand zwischen zwei Vollblutspenden muss acht Wochen betragen.
Bei der Blutspende werden ca. 465 ml. Blut aus der Armvene entnommen.
Blutspenden dürfen Personen zwischen dem 18. und 70. Geburtstag, die gewisse gesundheitliche und gesetzlich festgelegte Kriterien erfüllen. Erstspender:innen dürfen zum Zeitpunkt ihrer ersten Spende das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das Körpergewicht muss mindestens 50 kg betragen.
Die wichtigsten Ausschlussgründe von A bis Z finden Sie untenstehend.
Die eigentliche Blutspende ist in sechs bis sieben Minuten erledigt. Der gesamte Vorgang inklusive Ausfüllen des Fragebogens, medizinischem Check und der kurzen Ruhepause nach dem Spenden mit kleinem Imbiss dauert etwa 30 bis 45 Minuten.
Das abgenommene Vollblut wird unmittelbar nach der Spende im Labor Sicherheitstests unterzogen, in verschiedene Komponenten getrennt und in der Produktion zu verschiedenen Blutprodukten verarbeitet, die dann Patient:innen erhalten.
In Österreich ist die freiwillige und unbezahlte Blutspende gesetzlich verankert. Die Blutspende ist ein Akt der Solidarität. Darüber hinaus ist es eine Frage der Sicherheit: Würde eine Bezahlung in Aussicht gestellt werden, könnten Spender:innen der Versuchung erliegen, Angaben für die Beurteilung der Spendetauglichkeit zurückzuhalten.
Ja. Fürs Blutspenden wird ausschließlich steriles Einwegmaterial verwendet. So ist Blutspenden für die Spender:innen völlig ungefährlich. Damit es auch für die Empfänger:innen sicher ist, muss eine Blutspende mehr als 20 Labortests „bestehen“. Außerdem dienen alle Auswahlkriterien der Sicherheit von Spender:innen als auch Empfänger:innen.
Eine Blutkonserve ist nur 42 Tage haltbar.
Das Einfrieren von Blutkonserven (Erythrozytenkonzentraten) ist zwar technisch möglich, aber extrem aufwendig. Die Konserven müssen mit einer Art Frostschutzmittel versetzt werden und dann bei extrem niedrigen Temperaturen (z. B. in flüssigem Stickstoff) gelagert werden. Das Auftauen und Ausschwemmen des Frostschutzmittels vor der Verabreichung dauert viele Stunden und reduziert die Haltbarkeit der Konserve enorm. Diese Technik ist für den Routinebetrieb in Krankenhäusern daher völlig unbrauchbar. Die Blutspendedienste des Roten Kreuzes wenden dieses Verfahren nur beim Blut von Patient:innen mit sehr seltenen Blutgruppeneigenschaften an, die anders nicht versorgt werden könnten.
Blutspendekriterien A-Z
Informationen zu Wartefristen nach Reisen, Medikamenten, Impfungen, Tattoos usw. finden Sie hier.
Wenn nicht von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt: 4 Monate aussetzen
- Allergie mit Einnahme von Medikamenten (Antihistaminika): bei Beschwerdefreiheit ist eine Blutspende möglich
- Akute Allergie mit Beschwerden: nach Abklingen der Symptome: 3 Tage bzw. 72 Stunden
- Desensibilisierung: nach Injektion oder oraler Einnahme: 3 Tage bzw. 72 Stunden
Das Mindestalter beträgt 18 Jahre, das Höchstalter 70 Jahre. Erstspender:innen (Personen, die noch nie zuvor Blut oder Blutbestandteile gespendet haben) dürfen zum Zeitpunkt ihrer ersten Spende das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
4 Wochen nach Ende der Einnahme (auch bei Aknebehandlung).
- Bei Einnahme von Asthmasprays (Dauertherapie) ist bei Beschwerdefreiheit und guter Lungenfunktion (>80%) eine Blutspende möglich.
- Bei Einnahme von Bedarfsmedikation (Reliever): 72 Stunden nach Einnahme und Beschwerdefreiheit.
- Bei starker Einschränkung der Lungenfunktion ist keine Blutspende möglich.
Permanenter Ausschluss
4 Monate nach Erhalt
- Corona Infektion mit mildem oder asymptomatischem Verlauf: 1 Woche
- Corona Infektion mit schwerem Verlauf (z.B. hohes Fieber oder Durchfall): 4 Wochen
- Insulintherapie: keine Spende möglich
- Orale Medikamenteneinnahme, wenn keine Diabetes Folgeerkrankungen vorliegen: Spende möglich (Ausnahme: Einnahme von Gliniden und Sulfonylharnstoffen)
- Ausschließlich Diät: Spende möglich
- Nicht infektiös: 2 Wochen
- Infektiös (Fieber, mehr als zwei flüssige Stuhlgänge): 4 Wochen
Bei einer laufenden Eisentherapie ist keine Spende möglich. 4 Wochen nach der letzten Einnahme des Eisenmedikaments ist eine Blutspende wieder möglich.
Magenspiegelung / Darmspiegelung:
Nach dem Ereignis: 4 Monate
Permanenter Ausschluss
Nach Abheilung 10 Tage aussetzen (keine Kruste, keine Bläschen).
Bei unkomplizierten Frakturen Ausschluss, solange ein Gips getragen wird und 1 Woche nach der Abnahme.
Blutspender:innen müssen mindestens 50 kg Körpergewicht haben.
Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der den Sauerstoff transportiert. Ist der Hämoglobinwert zu niedrig – ist eine Blutspende temporär nicht möglich. Durch gesunde und eisenreiche Ernährung lässt sich der Hämoglobinwert steigern und danach ist wieder eine Blutspende möglich.
Personen, die Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-positiv sind oder waren bzw. Personen mit chronischer und infektiöser Hepatitis unklarer Genese unterliegen einem permanenten Ausschluss.
Beispielsweise koronare Herzkrankheit, nach Infarkt: Ausschluss
Permanenter Ausschluss
Bluthochdruck:
- gut eingestellt, trotz Medikamenteneinnahme: spendetauglich
- bei Umstellung auf ein neues Blutdruckmedikaments: 4 Wochen zuwarten
- trotz Therapie oder unbehandelt bei Werten > 180/100: Ausschluss
Siehe hier Wartezeiten nach Impfungen
Bei unkomplizierten Frakturen Ausschluss, solange ein Gips getragen wird und 1 Woche nach der Abnahme.
Zustand nach bösartiger, oberflächlicher Haut- oder Schleimhautveränderung (z.B. Basaliom oder Carcinoma in situ: Gebärmutterhals/PAP IV) und erfolgreicher Behandlung: spendetauglich (bitte Befund mitbringen!)
Krebsleiden (maligne Erkrankungen): permanenter Ausschluss
Personen, die an Malaria erkrankt waren oder sind oder in einem Malariagebiet geboren oder aufgewachsen sind bzw. sich länger als sechs Monate kontinuierlich aufgehalten haben, unterliegen einem permanenten Ausschluss.
Ausschlaggebend für die Zulassung zur Blutspende ist sowohl das Medikament als auch der Grund der Medikamenteneinnahme. Die Einnahme mancher Medikamente ist für die Blutspende unbedenklich, während andere Medikamente zu einem zeitlich begrenzten oder permanenten Ausschluss führen können. Hier finden Sie eine detaillierte Übersicht.
- Permanenter Ausschluss nur bei schwerer Form
- Zum Zeitpunkt der Spende sollte die Ellbeuge nicht betroffen sein und keine Einnahme von Medikamenten nötig sein.
- Große Operationen: 4 Monate aussetzen. ABER: Bei Komplikationen, langer Heilungsdauer, multiplen Knochenbrüchen, großflächigen Verbrennungen, großem Blutverlust bzw. erhaltenen Bluttransfusionen beträgt die Wartefrist 4 Monate bzw. entscheidet das medizinische Personal.
- Kleine Operationen (kein Blutverlust, Spitalsaufenthalt weniger als 1 Woche, keine Sepsis, komplikationslos) bzw. zahnärztliche Eingriffe: 4 Wochen aussetzen
- Kleine Operation im Hautbereich, Nähte bereits entfernt: mindestens 1 Woche aussetzen
- Sofern eine Gewebeprobe entnommen ist, muss der Befund vorliegen.
Wenn außerhalb medizinischer Einrichtungen erfolgt: 4 Monate aussetzen.
Urlaub/Auslandsaufenthalte:
Länder mit Spenderrückstellung
Malaria: zeitlich begrenzter Ausschluss mit oder ohne Malariaprophylaxe für 6 Monate nach der Rückkehr
Von 1.12. bis 30.11: Nach Aufenthalt in einem permanenten oder saisonalen West-Nil-Virus-Endemiegebiet: 28 Tage Wartefrist
- Personen, die mehr als 3 Sexualpartner:innen in den vergangenen 3 Monaten hatten, sind für 3 Monate ab dem letzten Sexualkontakt von der Blutspende rückgestellt.
- Für Personen, die in den vergangenen 4 Wochen ungeschützten (auch einmaligen) Sexualkontakt mit einem/einer neuen Sexualpartner:in hatten, besteht eine Wartefrist von 4 Wochen ab dem letzten Sexualkontakt.
Jede:r Spender:in muss im Zuge des ärztlichen Anamnesegespräches ihren bzw. seinen Gesundheitszustand auf Deutsch beschreiben können und Fragen beantworten können.
In order to be able to give blood in Austria prospective donors need to be able to speak German fluently enough in order to be able to fill out the donor questionnaire and have a confidential talk with the doctor in German.
Ausschluss während der Stillperiode.
Während der Schwangerschaft und 6 Monate nach Ende der Schwangerschaft aussetzen.
Intravenös oder mehrmals geschnupft: Permanenter Ausschluss
Tattoo:
Wenn außerhalb medizinischer Einrichtungen erfolgt: 4 Monate aussetzen.
Verkühlung/Erkältung:
- Leichter, banaler Infekt (Temperatur < 38 °C, keine starke Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes): 7 Tage (bei Medikamenteneinnahme siehe Punkt Medikamente)
- Hoch fieberhafter Infekt (Temperatur > 38 °C, stark beeinträchtigter Allgemeinzustand): 4 Wochen nach Beschwerdefreiheit bzw. nach letzter Antibiotikaeinnahme
- Kleine zahnmedizinische Eingriffe (z. B. Mundhygiene, Füllung): 48 Stunden
- Zahnextraktion: mind. 1 Woche und nach Abheilung
- Wurzelbehandlung, Implantate oder Antibiotikaeinnahme: 4 Wochen
- nach Zeckenstich: 8 Wochen aussetzen
- nach Borreliose: 2 Jahre aussetzen