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Die Bilanz der Menschlichkeit 2024: Eine Rückschau und ein Ausblick

Alle 54 Sekunden wurde im vergangenen Jahr ein Rotkreuz-Fahrzeug zu einem Einsatz gerufen – bei Tag und auch bei Nacht, an Sonn- und auch an Feiertagen. „600.000 Einsätze zeugen vom grenzenlosen Engagement unserer Mitarbeiter:innen für die steirische Bevölkerung“, sagt Siegfried Schrittwieser, Präsident des Roten Kreuzes in der Steiermark.

Foto: Rotes Kreuz Steiermark/Trummer

Der Rettungsdienst in Zahlen

Exakt 582.185 Einsätze wurden allein im Rettungsdienst vom Roten Kreuz in allen steirischen Regionen im vergangenen Jahr absolviert. Das sind mehr als 1.500 Einsätze pro Tag! 24.258 Mal ging es dabei im Rahmen von Notarzteinsätzen buchstäblich um Leben und Tod. „Es braucht ein bestens funktionierendes System, modernste Technik und das grenzenlose Engagement tausender Rotkreuz-Mitarbeiter:innen, um diese Einsatzlast Tag für Tag zu bewältigen“, sagt Siegfried Schrittwieser, Präsident des Roten Kreuzes in der Steiermark. Das Rote Kreuz ist aber freilich auch über den Rettungsdienst hinaus beständiger und verlässlicher Partner der steirischen Bevölkerung.

Foto: Rotes Kreuz Steiermark/Kundigraber

Tragende Stütze der steirischen Gesundheits- und Soziallandschaft 

So wurde gleichzeitig etwa die gesamte Blutkonserven-Versorgung der Steiermark in 1.096 Blutspendeaktionen mit in Summe 48.931 Blutkonserven sichergestellt. Im Bereich der Pflege und Betreuung wurden 547.377 Hausbesuche absolviert. Das sind mehr als 1.500 Hausbesuche pro Tag! In mehr als 3.000 Bevölkerungskursen wurden 39.888 Steirer:innen in lebensrettenden Erste-Hilfe-Maßnahmen geschult, während im Bereich der Sozialen Dienste über die Team Österreich Tafel 941.763 Kilogramm an Lebensmittel ausgegeben wurden. Erbracht wurden diese beispielhaften Leistungen im vergangenen Jahr von 10.403 freiwilligen und 1.769 beruflichen Mitarbeiter:innen sowie 661 Zivildienern und 63 Teilnehmer:innen im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Unsere Mitarbeiter:innen in allen Leistungsbereichen sind tragende Stützen der steirischen Gesundheits- und Soziallandschaft. Ihnen, unseren Partner:innen in Politik und Gesellschaft sowie unseren mehr als 100.000 Unterstützer:innen in der Steiermark gebührt mein aufrichtiger Dank. Sie alle sind es, die durch ihr Wirken diese Leistungen erst möglich machen.“ Siegfried Schrittwieser, Präsident Rotes Kreuz Steiermark

Das erwartet uns 2025

Mehr Telemedizin und digitale Einsatzdatenerfassung

Viel los ist beim Roten Kreuz auch 2025 - und das im absolut positiven Sinne: „Wir werden bis April neue telemedizinische Maßnahmen in unser Leistellensystem integrieren. Das erlaubt uns, über Live-Bilder der Anrufer:innen noch gezielter Maßnahmen setzen zu können“, erklärt Präsident Schrittwieser. Zusätzlich dazu wird ebenfalls noch im 1. Halbjahr mit einem Testlauf der elektronischen Einsatzdatenerfassung begonnen, die in Folge in der gesamten Steiermark ausgerollt werden soll. Schrittwieser: „So können wir Daten künftig schneller auslesen, analysieren und beispielsweise auch für Weiterbildungsmaßnahmen nutzbar machen.“

Foto: Rotes Kreuz Steiermark/Trummer

Ab April: Szenarientrainings für alle Notfallsanitäter:innen

Stichwort Weiterbildung – auch dort wird im laufenden Jahr ein Schwerpunkt gesetzt. „Wir arbeiten intensiv an der noch weiteren Verbesserung unseres Notfallsanitäter:innen-Systems“, verrät Schrittwieser. Bedeutet: Es werden einerseits mehr Notfallsanitäter:innen ausgebildet und es werden Schulungsmaßnahmen intensiviert. Mit Beginn des zweiten Quartals werden monatlich umfassende Szenarientrainings für jeweils bis zu 32 Notfallsanitäter:innen angeboten – unter den wachsamen Augen von bis zu zwölf Instruktor:innen. Rotkreuz-Chefarzt Berthold Petutschnigg erklärt dazu: „Unsere Notfallsanitäter:innen sind entscheidende Stützen des Notarztrettungsdienstes in der Steiermark. Durch zusätzliche und regelmäßige Schulungsmaßnahmen nahe an der realen Praxis unterstützen wir sie zusätzlich in ihrem wichtigen täglichen Auftrag für die steirische Bevölkerung.“

Foto: Rotes Kreuz Steiermark

Neue Landeszentrale: ein Kompetenzzentrum für die steirische Bevölkerung und das Rote Kreuz

Mit großen Schritten nähert sich auch die Rotkreuz-Landeszentrale ihrer Fertigstellung. Mit Bezug und Eröffnung ist im Herbst 2025 zu rechnen. Bis zu 450 Mitarbeiter:innen werden dann auf mehr als 17.000 Quadratmetern Grund und 12.000 Quadratmetern Geschoßflächen am Standort in Graz-Puntigam tätig sein. Welch große Bedeutung die Rotkreuz-Landeszentrale für das Rote Kreuz und die steirische Bevölkerung hat, erklärt Präsident Schrittwieser: „In wenigen Monaten werden in der Rotkreuz-Landeszentrale die Leitungen sämtlicher operativer Einheiten sowie alle administrativen Bereiche in einem gemeinsamen Kompetenzzentrum vereint. Das schafft neue Synergieeffekte die helfen, die Versorgungs- und Dienstleistungsqualität für die steirische Bevölkerung noch weiter zu steigern.“ Wichtiger Profiteur ist aber auch das Rote Kreuz selbst: „Mit der Landeszentrale bieten wir unseren Rotkreuz-Bezirken eine wichtige Serviceeinrichtung, die sie in ihren Leistungserbringungen täglich unterstützen wird. Für 450 Mitarbeiter:innen schaffen wir zudem ein neues, hochmodernes berufliches Zuhause.“

Die beeindruckenden Zahlen aus 2024 in der Übersicht

Die_Bilanz_der_Menschlichkeit_2024
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