Einsatzgeschehen in Murau und im Murtal
20.000 Menschen sind in den Bezirken Murau und Murtal ohne Strom. Die örtlichen Rotkreuz-Dienststellen bleiben weiterhin mit aufgestockten Dienstmannschaften besetzt. In St. Lambrecht musste ein Pflegeheim evakuiert werden. Im Großraum Judenburg wurden Pflegeheime gezielt durch das Rote Kreuz angefahren, um Unterstützung zu bieten und die Lage zu erheben.
Evakuierung Pflegeheim St. Lambrecht & Unterstützung für Familie mit Baby
11 Personen mussten aufgrund der Umstände aus einem Pflegeheim in St. Lambrecht in umliegende Pflegeeinrichtungen verbracht werden. Das Rote Kreuz stand dafür mit zwei Rettungswägen im Einsatz. Die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner konnten von Gemeinde und Feuerwehr im nahegelegenen Lambrechterhof untergebracht werden.
Die Thomas-Schroll-Halle in Neumarkt wurde von der Gemeinde hochgefahren und dient Menschen als zusätzliche Anlaufstelle. Auch hier ist das Rote Kreuz für etwaige Versorgungen mit Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern vor Ort.
Und: Eine Familie suchte in den gestrigen Abendstunden Hilfe an der Bezirksstelle Murau. Für ihr erst 11 Wochen altes Baby wurde heißes Wasser für die Zubereitung von Nahrung benötigt.
Rotkreuz-Kräfte in Judenburg fuhren Pflegeheime an
Nach der Versorgung von 200 Personen, die gestern Nachmittag in zwei gestrandeten S-Bahnen im Judenburger Bahnhof festsaßen, bleibt das Rote Kreuz auch in der Region Judenburg gefordert: In den gestrigen Abendstunden, in der Nacht und auch heute Morgen wurden Pflegeheime in der Region angefahren, um Unterstützungsleistung direkt vor Ort zu bieten und um die Lage zu erheben. „Glücklicherweise geht es den Personen den Umständen entsprechend gut. Sie sind gefasst und nehmen die Situation gut an“, sagt Peter Hackl, Bezirksrettungskommandant des Rotkreuz-Bezirkes Judenburg. Die so gesammelten Informationen wurden an den Krisenstab zur Einschätzung der Gesamtlage weitergegeben.
Die Dienststellen des Roten Kreuzes in den politischen Bezirken Murau und Murtal bleiben bis auf Weiteres durchgehend besetzt und dienen der Bevölkerung als zusätzliche Anlaufstellen. Ein Angebot, das heute bereits vermehrt in Anspruch genommen wurde. Hackl: „Menschen kommen vor allem zu uns, um sich aufzuwärmen, Mobiltelefone zu laden und um heißes Wasser abzuholen. Ein großer Dank ist an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes und der weiteren Einsatzorganisationen auszusprechen: Sie arbeiten unermüdlich daran, die Bevölkerung zu unterstützen, wo dies möglich ist.“
Unsere Dienststellen in der Region:
- 8750 Judenburg, Burggasse 102
- 8753 Fohnsdorf, Winterbachgasse 8
- 8742 Obdach, Zeinerplatz 4
- 8740 Zeltweg, Bundesstraße 18b
- 8850 Murau, Märzenkeller 16
- 8820 Neumarkt, Freimoosstraße 22
- 8832 Oberwölz, Vorstadt 117