Rotes Kreuz erhält Frauenpreis der Stadt Graz
Unser Engagement zum Thema weibliche Genitalverstümmelung wurde mit dem Frauenpreis der Stadt Graz gewürdigt!
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Die FGM/C Koordinationsstelle des Roten Kreuzes Steiermark wurde am 21. Mai im feierlichen Rahmen auf den Schloßberg-Kasematten vom Referat für Frauen und Gleichstellung für die wichtige Präventions- und Aufklärungsarbeit zum Thema weibliche Genitalverstümmelung, die hier geleistet wird, ausgezeichnet. Damit hat sich das Projekt gegen rund 40 weitere Projekte, die sich für Frauen- und Gleichberechtigungsthemen engagieren, durchgesetzt. „Wir freuen uns sehr über diese wichtige Ehrung. Mit diesem Rückenwind werden wir unsere Arbeit für die betroffenen Frauen mit vollem Engagement weiterführen“, erklärt Projektkoordinatorin Eva Tiefengraber freudig.
In der Laudatio hat Bürgermeisterin Elke Kahr auch auf die Relevanz des Themas Gewalt gegen Frauen hingewiesen und damit die Brück zum Siegerpreis geschlagen. Weibliche Genitalverstümmelung beziehungsweise -beschneidung ist eine besonders schwere Form von Gewalt an Frauen. Die daraus resultierenden gesundheitlichen Probleme können lebensbedrohlich sein. Das Rote Kreuz Steiermark ist Teil der österreichweiten FGM/C Koordinationsstelle und setzt sich hier in der Aufklärungs- und Beratungsarbeit ein. FGM/C steht im Englischen für Female Genital Mutilation/Cutting. „Wir sind eine Vernetzungsstelle für betroffene Frauen, gefährdete Communitys, Expert:innen und Fachkräfte. Wir beraten individuell und bieten auch Workshops zu Themen wie Frauengesundheit, mentaler Gesundheit und Gewalt an. Bei uns finden die Betroffenen einen Raum, an dem sie sich gleichzeitig in ihrer Stärke und in ihrer Verletzlichkeit zeigen können“, beschreibt Eva Tiefengraber die Arbeit der Koordinationsstelle.
Herzlichen Glückwunsch zur verdienten Würdigung!
Die FGM/C Koordinationsstelle ist ein Zusammenschluss aus dem Österreichischen Roten Kreuz, dem Frauengesundheitszentrum FEM Süd, den Frauengesundheitszentren Linz und Salzburg und dem Männergesundheitszentrum MEN. Dieses Projekt wird durch das Bundeskanzleramt (ko)finanziert.