Im Jahr 1859 wird Jean Henry Dunant, ein junger Kaufmann aus Genf, zufällig Zeuge der Schlacht von Solferino, bei der über 40.000 Soldaten aus den Truppen Frankreichs, Piemont-Sardiniens und Österreich-Ungarns starben oder verletzt wurden. Er sieht die Überforderung der militärischen Sanitätsdienste und beginnt, zusammen mit Frauen und Priestern aus der Umgebung, Verletzte zu versorgen – dabei muss er jedoch hilflos zusehen, wie viele Soldaten unter seinen eigenen Händen sterben.
Die Erlebnisse in Solferino lassen dem jungen Kaufmann keine Ruhe. Er fordert in seinem drei Jahre später erschienenen Buch „Eine Erinnerung an Solferino“ die Bildung privater, im Kriegsfall von Konfliktparteien anerkannter Hilfsgesellschaften zur Unterstützung der militärischen Sanitätsdienste. Das Buch und das persönliche Engagement Dunants geben den Anstoß zur Gründung des Roten Kreuzes, wofür er im Jahr 1901 seinen ersten Friedensnobelpreis erhält. Die Ideen Dunants verbreiten sich schnell und das Rote Kreuz wird weltweit anerkannt.