In der Nacht von Donnerstag, 3. August, auf Freitag, 4. August, haben starke Unwetter zu Überflutungen und Murenabgängen in Teilen Kärntens, Burgenland und der Steiermark geführt.
Aufgrund der starken Regenfälle und dem damit einhergehenden Hochwasser, mussten etwa in der Region Leibnitz zahlreiche Häuser evakuiert werden. Darunter auch das Pflegeheim „Haus der Senioren“ in Kaindorf, das zum Zeitpunkt der Evakuierung 27 Personen fasste, die in das Althea Seniorenhaus „Koralmblick“ im Frauental gebracht wurden. Zusätzlich wurden Notunterkünfte eingerichtet. Im Gemeindebezirk Radkersburg wurde eine Sporthalle zu einer Notunterkunft umfunktioniert und mit Feldbetten ausgestattet. Für die Verpflegung sorgt die Rotkreuz-Feldküche. In den Bezirken Leibnitz und Radkersburg war auch das Rotkreuz-Kriseninterventionsteam im Einsatz.
In St. Paul im Lavanttal wurden in einer Notunterkunft von Freitag auf Samstag 31 Personen betreut. In Bad Eisenkappel im Bezirk Völkermarkt war das Rote Kreuz bei der Planung von möglichen Evakuierungen unterstützend tätig.
Bis Sonntag war die Lage äußerst angespannt und hunderte Einsatzkräfte des Roten Kreuzes, hauptsächlich Freiwillige, unterstützten die Feuerwehr bei ihren Einsätzen. Aktuell entspannt sich das Wetter langsam, die Wasserpegel stabilisieren sich, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. In den nächsten Tagen kann es zu Murenabgängen und Hangrutschungen kommen.
In manchen Gebieten kann erst mit den Aufräumarbeiten begonnen werden, wenn der Wasserpegel sinkt. Erst dann wird das wahre Ausmaß der Zerstörung sichtbar werden. Das Zuhause vieler Menschen ist komplett zerstört, Hab und Gut in den Wassermassen verloren.