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Ein Auto des Afghanischen Roten Halbmonds stecht aufgrund der Fluten im Schlamm fest
Ein Auto des Afghanischen Roten Halbmonds steckt aufgrund der Überflutungen im Schlamm fest.

Schwere Unwetterkatastrophe trifft Afghanistan

Eine Chronik der Zerstörung und der humanitären Herausforderungen

Seit Mitte April 2024 wird Afghanistan von einer herzzerreißenden Naturkatastrophe heimgesucht. Unaufhörliche, intensive Regenfälle haben in 24 Provinzen des Landes verheerende Überschwemmungen verursacht, die Teil eines größeren regionalen Wetterphänomens sind, das auch Pakistan, Indien und Dubai betrifft. Dort wurden die heftigsten Niederschläge seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen verzeichnet. Diese Katastrophe trifft auf eine ohnehin schon angespannte Situation, da ein ungewöhnlich später Winter und eine Kältewelle die Lebensgrundlagen vieler Menschen bereits schwer beeinträchtigt haben, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Viehzucht.

Rotkreuz Mitarbeiter in Afghanistan laden Hilfsgüter vom LKW
Das Rote Kreuz unterstützt die Betroffenen mit Hilfsgütern.

Die Afghanische Rote Halbmondgesellschaft (ARCS) und weitere Hilfsorganisationen berichten von schweren Schäden, die das Leben der Betroffenen tiefgreifend erschüttern. Es wurden Häuser, Straßen, Brücken, Schulen und Dämme zerstört. Landwirtschaftliche Flächen wurden vernichtet, was die Ernährungssicherheit des Landes ernsthaft gefährdet. Bisher wurden 41 Menschen in den Fluten getötet und 84 verletzt. Über 8.000 Häuser sind beschädigt oder zerstört und 5.428 Nutztiere kamen ums Leben.

Anfang Mai brachten neue schwere Regenfälle in der nordöstlichen Provinz Baghlan weiteres Leid über die Menschen, als tödliche Sturzfluten mindestens 230 Todesopfer forderten und 250 Personen verletzten. Über 6.000 Haushalte stehen nun vor dem Nichts. Diese neuesten Überschwemmungen haben die ohnehin schon knappen Kapaztäten der Gemeinschaften,  weiter strapaziert und die Situation vieler Familien verschärft.

Kinder in Afghanistan stehen am Rand, um sich vor dem Hochwasser zu schützen
Ganze Dörfer sind überflutet und es gibt keinen trockenen Ort für die Menschen.

In Reaktion auf diese unermessliche Tragödie hat die ARCS Notfallteams in die betroffenen Regionen entsandt, um Rettungs- und Bergungsarbeiten durchzuführen sowie dringend benötigte Hilfen zu leisten. Unterstützung erhalten sie von internationalen Partnern, wie dem Internationalen Roten Kreuz und dem Roten Halbmond, sowie Hilfsorganisationen aus Ländern wie Dänemark, Norwegen, Katar und der Türkei. Bereits wurden Nahrungsmittel, Zelte und andere lebenswichtige Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete geliefert.

Diese wiederholten Überschwemmungen und die entstandenen Schäden verdeutlichen auf schmerzliche Weise, wie verwundbar Afghanistan gegenüber den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels ist. Es ist eine Erinnerung an die dringende Notwendigkeit globaler Solidarität und verstärkter Bemühungen, den am stärksten betroffenen Gemeinschaften zu helfen und sie in ihrer Resilienz zu stärken.

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Das Rote Kreuz ist in Österreich und weltweit im Einsatz. Bei internationalen Katastrophen ergänzt das Österreichische Rote Kreuz die Kapazitäten der lokalen Rotkreuz-Gesellschaft mit dem, was national oder regional nicht verfügbar ist. Das reicht von finanzieller Unterstützung bis hin zur Entsendung von Spezialist:innen.

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