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Eine Rotkreuz-Mitarbeiterin im Gespräch mit einer Frau, die in einer vorübergehenden Notunterkunft lebt

Kongo: Konflikt in Nord-Kivu zwingt Menschen zur Flucht

Seit beinahe zwei Jahren herrscht in der Region Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ein verheerender Konflikt. Bereits Endes des Jahres 2023 verschärfte sich die Situation, doch in den letzten Wochen hat der Konflikt noch einmal mehr an Komplexität und Intensität zugenommen. Dieser Konflikt ist einer von mehreren bewaffneten Konflikten in der DRK. Schätzungen zufolge wurden landesweit bereits mehr als 7 Millionen Menschen vertrieben - davon sind 2,5 Millionen in Nord-Kivu. Das Rote Kreuz hilft den Betroffenen vor Ort mit Erster Hilfe, medizinischer Versorgung, Nahrungsmitteln, Trinkwasser und psychosozialer Unterstützung.

Zelte als vorübergehende Notunterkunft in Nord-Kivu

Die Feindseligkeiten zwischen den Militär- und Sicherheitskräften der Demokratischen Republik Kongo und einer nichtstaatlichen bewaffneten Gruppe namens March 23 Movement (M23) verschärfen sich seit Oktober 2023. In den vergangenen Wochen kam es zu Auseinandersetzungen in dicht besiedelten städtischen Gebieten wie etwa Sake oder Goma, der Provinzhauptstadt. Berichten zufolge sind bereits mehr als 215.000 Menschen von Sake nach Goma geflohen. Aktuell geht man von rund 600.000 Binnenvertriebene (bei einer Einwohnerzahl von 2 Millionen) in der Region aus und die Zahlen steigen immer weiter an. 

Die bewaffneten Konflikte fordern auch zivile Opfer und belasten die örtlichen Gesundheitseinrichtungen enorm. Ein vom IKRK unterstütztes Krankenhaus in Goma, hat bereits mehr als das Doppelte seiner normalen Kapazität erreicht und die Bettenanzahl von 60 auf 130 erhöht. Provisorisch mussten sogar Zelte aufgestellt werden, um mehr Platz zu schaffen. 

Hunderttausende Menschen intern vertrieben

Tausende Menschen mussten ihr Zuhause plötzlich verlassen, mit nicht viel mehr als der eigenen Kleidung am Leib. Sie finden Schutz in Gemeinden, die selbst oft kaum genug Geld und Lebensmittel haben. Die Menschen leiden Hunger und haben keinen gesicherten Zugang zu wichtigen Dienstleistungen. Die anhaltenden Feindseligkeiten schränken den Warenverkehr stark ein und führen zu Zerstörung wichtiger Infrastruktur. Dadurch kann der immer wieder höher werdende Bedarf an lebenswichtigen Gütern immer schwieriger gedeckt werden.

Einige Menschen wurden auf der Flucht vor den Kampfhandlungen von ihren Familien getrennt. Das IKRK und das Rote Kreuz DRK konnten hier im Rahmen der Familienzusammenführung bereits Tausende Menschen wieder zueinander bringen.

So hilft das Rote Kreuz vor Ort

Medizinisches Personal vom Roten Kreuz verbindet einer Frau den Arm
  • Das IKRK ist bereits seit 1960 in der Demokratischen Republik Kongo tätig, in Nord-Kivu seit dem Jahr 1993
  • Drei Chirurgische Teams des IKRK führen operative Eingriffe durch und unterstützen das Personal vor Ort auch technisch
  • 15 Spitäler und 25 Gesundheitszentren erhalten Medikamente und medizinische Hilfsgüter, um verletzte Menschen behandeln zu können 
  • Sechs Gesundheitzentren bieten psychosoziale Unterstützung für betroffene Menschen an
  • Lebensmittelhilfe für 31.500 Haushalte (189.000 Menschen) in Nord-Kivu und Süd-Kivu
  • Haushaltsgüter für 30.000 Haushalte (108.000 Menschen) in Nord-Kivu und Süd-Kivu
  • Unterstützung für 445 unbegleitete Minderjährige
  • Wasser für 200.000 Binnenvertriebene 
  • Hygieneschulungen

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Das Rote Kreuz ist in Österreich und weltweit im Einsatz. Bei internationalen Katastrophen ergänzt das Österreichische Rote Kreuz die Kapazitäten der lokalen Rotkreuz-Gesellschaft mit dem, was national oder regional nicht verfügbar ist. Das reicht von finanzieller Unterstützung bis hin zur Entsendung von Spezialist:innen.

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