Nachhaltige Hilfe dank Spendenbereitschaft
Im Bereich des Fundraisings reagieren wir laufend auf Umwelteinflüsse, wie z.B. Katastrophenfälle, oder Entwicklungen wie die steigenden Lebenserhaltungskosten. Bedürftigen Menschen zielgerichtet zu helfen ist unsere oberste Priorität.
Die Spendenmittelbeschaffung dabei möglichst effizient zu gestalten und die erhaltenen Zuwendungen entsprechend sinnvoll einzusetzen, gebietet das Prinzip der Gemeinnützigkeit.
Das Jahr 2023 brachte neben internationalen Krisen und Konflikten auch Umweltkatastrophen, z.B. in Form des Hochwassers im Süden Österreichs oder der Teuerungswellen im Zuge der Inflation. Wie diesen Herausforderungen begegnet werden konnte und welche tragende Rolle die Spenden dabei spielen, haben wir zusammengefasst.

Noch individuellere Spontanhilfe
Die anhaltende Inflation und damit verbundenen Teuerungen stellten den Bereich der Individuellen Spontanhilfe vor neue Herausforderungen. Gerade einkommensschwache Haushalte trafen die ansteigenden Lebenskosten mit voller Härte.
Im August 2023 wurde deshalb eine Anlaufstelle für Hilfesuchende eingerichtet, die persönliche Beratung in sozialen und finanziellen Notlagen bietet. Gemeinsam mit dem bestehenden Team der Spontanhilfe konnte in 358 Fällen geholfen werden. Dieser steigende Bedarf an Hilfe in existenziellen Notlagen konnte nur durch zusätzliche Spendenmittel ermöglicht werden. Wir danken im Namen der unterstützten Familien und Einzelpersonen herzlich.
Verteilung nach Unterstützung
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Der Weg zum guten Menschsein und die Frage: „Was bleibt?“
Ebenso nachhaltig helfen die Spenden an den Art Collectors Club, die dem Katastrophenhilfsdienst zu Gute kommen. Mit gleich zwei neuen Editionen wurde hier auf künstlerische Weise geholfen: Billi Thanner und Franziska Maderthaner stellten uns dafür ihre Arbeiten zur Verfügung.
Das Motiv „Himmelsleiter“ von Billi Thanner zeigt den Wiener Stephansdom. Doch neben dem regionalen Bezug überzeugte das Werk vor allem mit seinen Tugenden, wie z.B. Mitgefühl und Zusammenhalt, die den Grundsätzen des Roten Kreuzes in vielerlei Hinsicht ähneln. „Insgesamt verkörpert das Motiv der Himmelsleiter also sowohl die humanitären Werte des Roten Kreuzes als auch die Botschaft der Unterstützung und Hoffnung für Menschen in Not“, betont die Künstlerin.
Fast schon düster scheinen hier dagegen die vier Motive von Franziska Maderthaner, welche eine fiktive, apokalyptische Welt skizzieren. Ihre Edition „Was bleibt?“ reagierte auf die vielen Schreckensmeldungen, die uns umgeben: Krieg, Umweltkatastrophen und durch Menschen verursachte Zerstörung.
Sie überlegte, wo Kunstwerke landen, wenn versucht wird, zumindest einige davon zu retten. Mit der Frage „Was bleibt?“ bietet ihre Bilderreihe eine Darstellung, die zeigt, wie eine Welt aussehen könnte, wenn humanitäre Hilfe nicht mehr ankommt.
Das Licht am Ende des Tunnels…
…scheint in vielerlei Hinsicht in weitere Ferne gerückt. Doch das zeigt nur einmal mehr, wie wichtig es ist, die gemeisterten Herausforderungen und Erfolge unserer humanitären Arbeit zu sehen. So widmeten wir aufgrund des Hochwassers im Süden Österreichs einen Schwerpunkt 2023 der Katastrophenprävention – also der Vorbereitung für den Ernstfall. Dank der Spendenbereitschaft vieler konnten im vergangenen Jahr mehr als € 50.000,- zweckgebunden für diese wichtige Arbeit gesammelt werden.
Projekte wie diese legen den Schwerpunkt auf die Früherkennung etwaiger Gefahrenpotentialen und Risiken. Dies ist, neben dem Erhalt des Regelbetriebes, eine Aufgabe, welcher wir als Hilfsorganisation unbedingt weiterhin nachkommen möchten. Danke für die wertvolle Unterstützung.
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rund 87.500 Unterstützer*innen im Jahr 2023
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358 Familien und Einzelpersonen wurde durch die Individuelle Spontanhilfe geholfen