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1,5 Jahre danach: Erdbebenhilfe in Syrien

Personen schauen auf Kanaldeckel in Aleppo, Syrien
Erdbebenhilfe Syrien - Wiederaufbau Wassernetz Aleppo

Vor etwa eineinhalb Jahren, am 6. Februar 2023, erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,8 den Süden der Türkei, nahe der nördlichen Grenze zu Syrien. In Syrien waren Aleppo, Latakia, Hama und Tartus am stärksten vom Erdbeben betroffen. Nach wie vor haben die Menschen mit den Auswirkungen zu kämpfen - und das in einem Land, in welchem die humanitäre Situation schon vor dem Beben prekär war. In Aleppo arbeitet das Rote Kreuz gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen am Wiederaufbau des Wassernetzes, um den Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen und den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. 

Jahrelanger Wiederaufbau und unsichtbare Folgen

Vom Erdbeben zerstörtes Gebäude in Aleppo

Im Jahr 2023 erlebten die Menschen in Syrien einen sehr strengen Winter und hatten mit großer Strom-, Brennstoff- und Wasserknappheit zu kämpfen. Durch das Erdbeben verschärfte sich die ohnehin katastrophale Situation enorm. Heute ist die Krise in Syrien kritischer denn je: Eine Vielzahl von Herausforderungen machen sie zu einer der komplexesten humanitären Notsituationen der Welt. 

Aufgrund zerstörter Wasserleitungen, ungewöhnlicher Trockenheit während der Regenzeit und hoher Temperaturen, verschärfte sich die bereits bestehende Wasserkappheit im Land. Aufgrund der niedrigen Pegelstände in den Staudämmen, musste die Stromproduktion teilweise unterbrochen werden. Das wiederum hatte Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung, grundlegende Dienstleistungen und die Verfügbarkeit humanitärer Hilfsangebote. Durch den fehlenden Zugang zu sauberem Wasser breiteten sich Cholera sowie andere, durch Wasser übertragbare Krankheiten aus. 

Es wird geschätzt, dass nach dem Beben mindestens 5,2 Millionen Menschen auf Unterstützung im Bereich Wasser und Hygiene angewiesen waren. Gutachten haben massive Schäden an der Wasserinfrastruktur - etwa an Wasserreservoirs, Wassertürmen, Wasserstationen, Netzwerk- und Sanitäreinrichtungen und Kanalisation ergeben.
Auch die WASH-Dienste des Syrisch-Arabischen Roten Halbmonds mussten aufgrund der Schäden teilweise unterbrochen werden. 

Erdbebenhilfe: Wiederherstellung des Wassernetzes in Aleppo

Gemeinsam mit anderen nationalen Rotkreuzgesellschaften unterstützt das Österreichische Rote Kreuz den Syrisch-Arabischen Roten Halbmond vor allem im WASH-Bereich. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Reparatur und Wiederherstellung des Wasserversorgungsnetzes in Aleppo. 

Das 16 Kilometer lange Hauptwassernetz von Aleppo, das die Stadt seit 60 Jahren versorgt, wurde durch das Erdbeben stark beschädigt. Die Leitungen, die vom Euphrat über die größte Pumpstation Syriens, Hafseh, das Wasser in die Stadt leiten, sind teilweise irreparabel. Durch die Schäden kam es zu Leckagen, welche die Wasserversorgung in Aleppo auf nur 30 % ihrer Kapazität reduziert haben. Zusätzlich stieg durch die beschädigten Leitungen das Risiko von Verunreinigungen.

Hilfsorganisationen wie Rotes Kreuz und UNICEF arbeiten Hand in Hand, um die Wasserversorgung wiederherzustellen. Teilweise ist dies durch Reparaturen möglich, doch 4,5 Kilometer sind irreparabel beschädigt und müssen komplett ersetzt werden.
Der Bau teilt sich in fünf Phasen - von Notreparaturen über den schrittweisen Austausch der Leitungen. Aktuell befindet sich das Projekt in Phase Vier, in welcher der Syrisch-Arabisch Rote Halbmond mit Unterstützung von Österreichischem und Norwegischem Roten Kreuz, IFRC und Rotem Kreuz Niederlande 1330 Meter Leitungen austauscht. In der letzten Phase sollen weitere 1,7 Kilometer repariert werden, wobei die Finanzierung noch nicht gesichert ist. Übergangsweise wird die Bevölkerung mit Wasserflaschen und Tankwagen versorgt, doch die vollständige Wiederherstellung des Netzes ist dringend notwendig!

Ihre Spende hilft, das Wassernetz in Aleppo wieder herzustellen und damit sicheren Zugang zu sauberem Wasser für die Menschen zu gewährleisten!

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Spendenzweck

Erdbeben Türkei und Syrien

Ein verheerendes Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala ereignete sich in der Nacht auf den 06.02.2023 in der Türkei an der Grenze zu Syrien. Hunderte Menschen kamen dabei ums Leben, Tausende sind verletzt und viele werden noch vermisst. Unterstützen Sie die Hilfe der Rotkreuz-Helfer vor Ort mit Ihrer Spende. Mehr Informationen

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