Vor dem Beginn der Kampfhandlungen im April galten ca. 3,7 Millionen Menschen als intern vertrieben. Aktuell sind weitere 730.000 Menschen im Sudan auf der Flucht und zusätzliche 220.000 mussten das Land verlassen. Insgesamt sind 15,8 Millionen Menschen auf dringende Nothilfe angewiesen. Die kritische Infrastruktur ist stark beschädigt, und es herrscht ein Mangel an Trinkwasser, Strom, Medikamenten und Nahrungsmitteln. Schätzungsweise sind nur noch 20% der Gesundheitsinfrastruktur nutzbar, was bedeutet, dass akute Eingriffe und regelmäßige Behandlungen chronisch kranker Menschen kaum flächendeckend möglich sind. Geschlossene Banken und die rasch steigenden Preise entziehen vielen Menschen die Lebensgrundlage, insbesondere in den Städten.
Die intensiven Kampfhandlungen in den Städten haben eine besonders große Auswirkung auf die Zivilbevölkerung im urbanen Raum. Menschen und Gesundheitseinrichtungen in den Städten leiden vor allem unter Strommangel (Diesel), Trinkwasserknappheit, Nahrungsmittelknappheit, Hygieneprodukten, fehlender psychosozialer Betreuung und Medikamenten.
Den Menschen, die aus dem Sudan fliehen, fehlt das Notwendigste. Sie benötigen Lebensmittel, Schlafmatten aber auch Beratung und Unterstützung, um Informationen über ihre zurückgebliebenen Familienmitglieder zu erhalten und verlorene oder zurückgelassene persönliche Dokumente zu ersetzen.