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Nour - Vom IWORA-Nutzer zum Mitarbeiter

Nour kam im Jahr 2015 als Geflüchteter aus Syrien nach Österreich. Es ist herausfordernd, komplett neu in einem fremden Land von vorne anzufangen. Daher hat Nour die Hilfe von IWORA in Anspruch genommen. Durch IWORA konnte er nicht nur eine Wohnung finden - die Sozialarbeitenden haben ihn auch bei Behördlichem unterstützt: Sie füllten Anträge gemeinsam mit ihm aus, begleiteten ihn zu behördlichen Terminen, schlossen Versicherungen mit ihm ab und prüften seine finanzielle Situation. „Mit der Zeit wurde geschaut, was ich schon alles selbstständig konnte – das habe ich dann auch alles alleine erledigt.

Durch IWORA wurde ich wirklich kontinuierlich selbstständiger.

Es ist absolut großartig, was die Sozialarbeitenden dort täglich leisten. Wenn man alleine ist, ist man überfordert: Es ist eine neue Umgebung, ein fremdes Land, eine andere Sprache, alles funktioniert anders. Sich anzupassen und zu integrieren ist schwierig. Deshalb spielt IWORA so eine große Rolle. Sie erleichtern vieles sehr und sind wirklich immer dabei und an deiner Seite. Ob es kleine oder große Fragen, Probleme oder sonstiges gibt: Es ist immer jemand da und man erhält immer die volle Aufmerksamkeit. Je mehr Infos man bekommt und je mehr man weiß, desto besser kommt man später auch zurecht.“

„Anderen zu helfen, das hat wirklich mein Leben verändert.“

Nour hat aber nicht nur Erfahrungen als Nutzender gemacht, sondern auch als Freiwilliger. Ihn hat die Arbeit der Sozialarbeiter_innen begeistert und er wollte etwas zurückgeben. Daher hat er freiwillig bei IWORA als Vermittler zwischen den Sozialarbeitenden und den Nutzenden gearbeitet – erst auf Englisch, später auch auf Deutsch: „Man hat ein tolles Gefühl, wenn man anderen hilft und anderen was beibringt.“ In Syrien hat Nour technische Chemie studiert, aber durch seine Begeisterung als Freiwilliger, hat er sich dazu entschieden, im sozialen Bereich bleiben zu wollen. Jetzt arbeitet er selbst bei einer Einrichtung des Wiener Roten Kreuzes in der Wohnungslosenhilfe, dem Chancenhaus Hermes.

Bei IWORA spielt es keine Rolle, woher die Betroffenen kommen, welche Schwierigkeiten oder Hintergründe sie haben. Nour erklärt: „IWORA ist ein ganz wichtiger Kontaktpunkt um in der Gesellschaft eine Perspektive zu haben. IWORA baut eine Verbindung zwischen Kulturen auf.“ Diese Verbindung macht IWORA zu etwas Einzigartigem.

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